{"id":405,"date":"2011-08-18T16:58:10","date_gmt":"2011-08-18T16:58:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hk-arbeitssicherheit.com\/sifa-blog\/?p=5"},"modified":"2011-08-18T16:58:10","modified_gmt":"2011-08-18T16:58:10","slug":"unfalle-haben-es-in-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hk-arbeitssicherheit.com\/blog\/unfalle-haben-es-in-sich\/","title":{"rendered":"Unf\u00e4lle haben es in sich!"},"content":{"rendered":"<p>Als ich im letzten Herbst in einer Senioreneinrichtung Unterweisungen f\u00fcr Mitarbeiter durchf\u00fchrte, traf ich eine junge Frau, in Ihrem Gesicht waren  Hautver\u00e4nderungen sichtbar. Ich erinnerte mich hautnah an den Unfall, dessen Unfallanzeige mir per Fax auf den Schreibtisch flatterte.<\/p>\n<p>Was war passiert?<br \/>\nDie junge Frau sollte in der hauseigenen Gro\u00dfk\u00fcche gro\u00dffl\u00e4chig den Steinfu\u00dfboden mit einem Desinfektionsmittel einspr\u00fchen. Dabei spritzte ihr die Fl\u00fcssigkeit ins Gesicht. Das Desinfektionsmittel war \u00e4tzend, es gab Hautver\u00e4tzungen.<\/p>\n<p>Warum kam es zu diesem Unfall?<br \/>\nNach einem Gespr\u00e4che mit dem K\u00fcchenleiter wurde klar, die Spr\u00fchpistole war defekt, Schutzausr\u00fcstung  stand nicht bereit.<\/p>\n<p>Unfallanalyse:<br \/>\nDer Unfall h\u00e4tte der jungen Frau das Augenlicht kosten k\u00f6nnen, sie hatte keine Schutzbrille auf. Obwohl f\u00fcr jeden Gefahrstoff ein Sicherheitsdatenblatt und f\u00fcr jeden Mitarbeiter sichtbar eine Betriebsanweisung  vorhanden sein muss, gab es beides nicht. Das Produkt war im \u00dcbrigen als \u201ereizend\u201c gekennzeichnet. Somit wusste die junge Frau nicht, dass sie mit einem \u00e4tzenden Gefahrstoff hantierte.<\/p>\n<p>In der Folge wusste sie nat\u00fcrlich auch nicht, dass sie neben einer Schutzbrille, auch Gummistiefel, Gummisch\u00fcrze und Gummihandschuhe h\u00e4tte benutzen m\u00fcssen. Die defekte Spr\u00fchpistole war leider dem K\u00fcchenleiter und auch dem zust\u00e4ndigen Au\u00dfendienstmitarbeiter der Herstellerfirma bekannt. Nach einem Schriftverkehr mit dem Hersteller, wurde nicht nur die Spr\u00fchpistole kurzfristig ausgetauscht, ein aktualisiertes Sicherheitsdatenblatt zeigte, dass das Produkt \u201e\u00e4tzend\u201c war.<\/p>\n<p>Fazit:<br \/>\nSchon ein relativ ungef\u00e4hrliches Produkt kann bei unsachgem\u00e4\u00dfer Benutzung zu erheblichen gesundheitlichen Sch\u00e4den f\u00fchren.<br \/>\nBetriebsanweisungen m\u00fcssen sichtbar vorhanden sein, Unterweisungen der Mitarbeiter sind unerl\u00e4sslich. Vorgesetzte m\u00fcssen pers\u00f6nliche Schutzausr\u00fcstung (PSA), wie Schutzbrille, Schutzhandschuhe, ggfs. Schutzschuhe (Stiefel) und Schutzsch\u00fcrze nicht nur bereitstellen, sie m\u00fcssen auch deren Benutzung \u00fcberwachen.<\/p>\n<p>Mein pers\u00f6nliches Fazit:<br \/>\nIch baue diesen Unfall in meine Unterweisungen zum Thema Gefahrstoffe ein, dabei gehe ich nicht nur aus die Gefahrstoffsymbole und deren Bedeutung ein, sondern auch auf den Aufbau einer Betriebsanweisung.<br \/>\nJeder Mitarbeiter muss in der Lage sein, aus der Betriebsanweisung Gefahren, Schutzma\u00dfnahmen und notwendige Erste Hilfe Ma\u00dfnahmen zu erkennen.<\/p>\n<p>Und ich gehe selbstverst\u00e4ndlich auch auf die Arten der PSA ein.<br \/>\nEin Beispiel hierzu ist die Brille als Sehhilfe \u2013 sie ist keine Schutzbrille!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ich im letzten Herbst in einer Senioreneinrichtung Unterweisungen f\u00fcr Mitarbeiter durchf\u00fchrte, traf ich eine junge Frau, in Ihrem Gesicht waren Hautver\u00e4nderungen sichtbar. 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