In welchen Fällen Löschdecken nicht verwendet werden sollten

Löschdecke

Eine DGUV-Information des Sachgebiets „Betrieblicher Brandschutz“ von Mai 2017 warnt davor, die Einsatzmöglichkeiten von Löschdecken bei der Brandbekämpfung zu überschätzen. Demzufolge sind sie nicht geeignet, um Speiseöl- und Speisefettbrände wirksam und effektiv zu bekämpfen. Auch zum Löschen von Personenbränden sind sie nur bedingt tauglich. 

Löschdecken werden häufig im gewerblichen und öffentlichen Bereich genutzt, um kleine Flammen oder Entstehungsbrände zu bekämpfen. Denn der Brandherd wird durch die Decke von Sauerstoff getrennt und in seinem Anfangsstadium erstickt. Nach den neuesten DGUV Informationen wachsen allerdings die Zweifel an der Praktikabilität der Löschdecken. „In welchen Fällen Löschdecken nicht verwendet werden sollten“ weiterlesen

Brandschutz und Arbeitsschutz in der Antike

Schon in der Antike waren Brände und Arbeitsunfälle in Rom ein wichtiges Thema. Die Stadt mit einer Million Einwohner war vor 2000 Jahren dicht bebaut, die Preise für die Unterkünfte waren sehr hoch. Häufig wurde mit dem Baugrund spekuliert, ein reicher Römer kaufte in der Stadt ein Grundstück, versuchte, möglichst billig zu bauen und dann zu vermieten. Offiziell sollte ein Mietshaus, eine sogenannte Insula, etwa 6 Stockwerke haben mit einer Höhe von maximal 30 Metern, aber oftmals wurden weitere Stockwerke aufgesetzt, meist aus Holz, was billiger und leichter war. Aber sehr oft zu schlimmsten Bränden mit vielen Toten führte. Beklagt wurde meist dann der finanzielle Verlust, kaum mal sprach man von den Opfern. Der berühmteste Architekturtheoretiker der Antike, Vitruv, äußerte sich entschieden gegen Fachwerkbauten, die es auch in der Antike bereits gab, denn sie sind viel zu brennbar, aber Holz war natürlich billigeres Baumaterial als die Backsteine.

Brände entstanden entweder durch Blitzeinschläge, durch Brandstiftung und natürlich durch offenes Feuer, denn damit beheizte man die Räume und kochte. Es wird berichtet, dass es im antiken Rom pro Tag etwa 100 Brände gab, wobei mindestens zwei verheerende Ausmaße annahmen. Den berühmtesten Brand kennen wir aus vielen Filmen, nämlich unter Kaiser Nero im ersten Jahrhundert nach Christus. Heute gehen wir allerdings davon aus, daß Nero keineswegs der Brandstifter war, denn wahrscheinlich hielt er sich in seiner Sommerresidenz in Anzio auf. Damals waren 10 von 14 Stadtteilen Roms betroffen.

Versicherungen gab es in der Antike noch nicht. In der Zeit vor Christus hoffte man nur, daß der Brand frühzeitig entdeckt wurde, denn eine staatliche Feuerwehr gab es noch nicht. Die erste private Feuerwehr wurde von Crassus kurz vor Christus gegründet, aber er ließ seine 500 Sklaven nur eingreifen, wenn der Hausbesitzer ihm das Grundstück für wenig Geld überließ. Erst unter Augustus entstand eine offizielle staatliche Feuerwehr mit 7000 Vigiles (Wächtern), die sowohl als Polizisten, als auch als Feuerwehrmänner eingesetzt wurden.

Oft wird auch berichtet, wieviele Sklaven beim Bau vom Kolosseum gestorben sind. Das lag aber nicht daran, dass sie misshandelt wurden, denn sie mußten zwar sehr hart arbeiten, hatten aber Unterkünfte und Nahrung. Das Problem lag darin, daß es vor 2000 Jahren keinen Arbeitsschutz gab. Man hatte keine Helme, die Gerüste waren gewaltig hoch, aber nicht abgesichert, sodass sehr oft die Menschen von Steinen erschlagen wurden oder vom Gerüst stürzten. Arbeitsschutz war eine finanzielle Investition, die man bei den Sklaven sich ersparen wollte.

Ein Artikel von Jeanette Langer, Stadtführerin in Rom: www.ciao-rom.com

Arbeitssicherheit und Qualität der Dienstleistung wird groß geschrieben.

Heinz Degener GmbH auf gutem Wege

Das Fachunternehmen für Industriereinigung, gegründet 1948, wurde von seinen Kunden aufgefordert, ein Arbeitsschutz Management System zu implementieren. Im Januar 2011 war es soweit, die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) verlieh dem Unternehmen das Gütesiegel „Sicher mit System“. Ein kontinuierliches Verbesserungsprogramm (KVP) wird seitdem durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit mit Akribie geführt.

Neben regelmäßigen Begehungen, verbunden mit dokumentierten Gefährdungsbeurteilungen, für jeden Kundenauftrag, werden alle zwei Monate Unterweisungen zu allen relevanten Themen rund um die Arbeitssicherheit durchgeführt.
Regelmäßig werden auch die vielen ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel, wie Maschinen und Kabel nach BGV A3 geprüft und neben der Dokumentation erhalten alle Betriebsmittel die Prüfplakette.
Ebenso werden jährlich Leitern und Tritte geprüft.
Heinz Degener selbst führt das Lager mit neuen Maschinen, Material und nicht zu vergessen, den vielen persönlichen Schutzausrüstungen, wie Sicherheitsschuhe, Handschuhe, Helme, Schutzanzüge, Sicherheitsleuchten und vielem anderem.
In wenigen Tagen findet darüber hinaus die Fortbildung aller Mitarbeiter zum Ersthelfer statt. Da die Mitarbeiter in Teams zu zwei bis drei Männern beim Kunden im Einsatz sind, hält das Unternehmen es für notwendig, dass alle Mitarbeiter in der Ersten Hilfe fit sind.
Ebenso werden in regelmäßigen Abständen Gespräche in der Mitarbeiterrunde geführt, Ziel dabei ist es, die Mitarbeiter zu sensibilisieren und am System mitzuarbeiten.
Inzwischen ist eine neue Herausforderung in der Umsetzung. Ein Qualitäts Management System ist im Aufbau, das Handbuch entsteht, das Ziel ist die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001.
Parallel dazu hat die BGHM sich vorangekündigt, um die Rezertifizierung „Gütesiegel mit System“ durchzuführen.

Es ist viel zu tun, ein Fragebogen, das die Kundenzufriedenheit ermitteln soll, ist entwickelt, das erste Unternehmen hat den Fragebogen ausgefüllt, Ergebnis: alle Fragen positiv beantwortet, Geschäftsführer Heinz Degener ist begeistert.
Neu eingeführt wurde das anonyme Mitarbeiter Einzelgespräch. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit, zugleich Arbeitsschutz Management Beauftragter (AMB) und Qualitäts Management Beauftragter (QMB) wird nun in regelmäßigen Abständen mit den Mitarbeitern Einzelgespräche führen, sich Notizen machen und das Ergebnis ohne Nennung von Namen in einem Bericht zusammenfassen.

Heinz Degener hat eigens seinen Van zur Verfügung gestellt, damit die Gespräche in einer ruhigen Atmosphäre stattfinden können.
Nedmir Jasarevic, Teamleiter, Sicherheitsbeauftragter und Gefahrgutbeauftragter ist ebenso zufrieden, wie die Fachkraft für Arbeitssicherheit Helmut Kästingschäfer.