Arbeitsschutz in Corona-Zeiten (Auszug aus der Veröffentlichung Gefahrstoffe aktuell 11 2020)

Die neue Arbeitsschutzregel beschreibt detailliert, welche Maßnahmen auch in Ihrem Betrieb erforderlich sind.
Seit Monaten bestimmt das Corona-Virus unseren Alltag. Damit am Arbeitsplatz die Verbreitung des Virus minimiert und Mitarbeiter optimal geschützt werden, wurde am 27.04.2020 von der Bundesregierung der SARS- CoV- Arbeitsschutzstandard veröffentlicht. Seit dem 20.08.2020 wird dieser Standard durch eine Arbeitsschutzregel konkretisiert.
Im Wesentlichen werden folgende Themenbereiche betrachtet:
– Arbeitsplatzgestaltung
– Sanitärräume, Kantinen, Pausenräume
– Lüftung
– Homeoffice
– Dienstreisen und Besprechungen
– Sicherstellen ausreichender Schutzabstände
– Zutritt betriebsfremder Personen
– Handlungsanweisung für Verdachtsfälle
– Berücksichtigung psychischer Belastungen
– Mund-Nase-Bedeckung und Persönliche Schutzausrüstung
– Unterweisung
– Arbeitsmedizinische Vorsorge ist jetzt besonders wichtig
– Anhänge für besondere Bereiche

Download-Hinweis: http://www.baua.de/SARS-CoV-Arbeitsschutzregel

Für weitergehende Fragen stehe ich gerne zu Ihrer Verfügung

Die Arbeit der Fachkraft für Arbeitssicherheit in der Corona Krise und der Blick in die zukünftige Arbeit

Die praktische Arbeit vor Ort beim Kunden, wie Begehungen und Beratungsgespräche wurde durch die Krise erst einmal gestoppt. Dann kam der Arbeitsschutzstandart SARS-CoV-2 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
Nun galt es, schnell umdenken und überlegen, wie kann ich meinen Kunden helfen. Gesagt, getan – ein Programm zur Durchführung von Videokonferenzen beschaffen, ein Grundkonzept erarbeiten und den Kunden die gemeinsame Erarbeitung eines Maßnahmenkonzepts anbieten.

Viele Kunden haben es dankbar angenommen und so wurden in Videokonferenzen die Maßnahmenkonzepte gemeinsam erarbeitet und ja nach Situation und Unternehmensstruktur immer wieder auf der Grundlage der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (CoronaSchVO) angepasst. Dabei war und ist natürlich wichtig, die Aktualisierungen der CoronaSchVO zu beachten und entsprechende Informationen an die betroffenen Unternehmen weiter zugeben.

Die Arbeitsschutz Ausschuss Sitzungen (ASA) wurden als Videokonferenz durchgeführt und es zeigte sich: Die ASA wurde in einem völlig neuen Gesicht abgewickelt. Die Themen wurden gestrafft und damit weniger zeitintensiv, Fahrzeiten und Fahrkosten entfielen.

Bitte informieren Sie sich hier über meine Webinare

Beratungen und Problemerörterungen wurden ebenfalls im neuen Gewand abgewickelt.
Das Angebot der Betreuungsleistung wurde erweitert, Unterweisungen und Schulungen (ohne praktischen Anteil) können als Webinar durchgeführt werden.

Eine weitere Möglichkeit könnte sein, per Video einen bestimmten Bereich zu betrachten und damit Vorort Begehungen einzuschränken.

Neue Erfahrungen in der Schulung mit praktischem Anteil sind umgesetzt, so ist mit einem Gesichtsvisier auch eine Schulung über längerem Zeitraum möglich. Im praktischen Teil finden Desinfektionstücher Anwendung.

Das Fazit: Eine Krise kann auch positive Folgen haben und aufzeigen, wie die Digitalisierung auch im Arbeitsschutz erfolgreich umgesetzt werden kann.

Brandschutz und Arbeitsschutz in der Antike

Schon in der Antike waren Brände und Arbeitsunfälle in Rom ein wichtiges Thema. Die Stadt mit einer Million Einwohner war vor 2000 Jahren dicht bebaut, die Preise für die Unterkünfte waren sehr hoch. Häufig wurde mit dem Baugrund spekuliert, ein reicher Römer kaufte in der Stadt ein Grundstück, versuchte, möglichst billig zu bauen und dann zu vermieten. Offiziell sollte ein Mietshaus, eine sogenannte Insula, etwa 6 Stockwerke haben mit einer Höhe von maximal 30 Metern, aber oftmals wurden weitere Stockwerke aufgesetzt, meist aus Holz, was billiger und leichter war. Aber sehr oft zu schlimmsten Bränden mit vielen Toten führte. Beklagt wurde meist dann der finanzielle Verlust, kaum mal sprach man von den Opfern. Der berühmteste Architekturtheoretiker der Antike, Vitruv, äußerte sich entschieden gegen Fachwerkbauten, die es auch in der Antike bereits gab, denn sie sind viel zu brennbar, aber Holz war natürlich billigeres Baumaterial als die Backsteine.

Brände entstanden entweder durch Blitzeinschläge, durch Brandstiftung und natürlich durch offenes Feuer, denn damit beheizte man die Räume und kochte. Es wird berichtet, dass es im antiken Rom pro Tag etwa 100 Brände gab, wobei mindestens zwei verheerende Ausmaße annahmen. Den berühmtesten Brand kennen wir aus vielen Filmen, nämlich unter Kaiser Nero im ersten Jahrhundert nach Christus. Heute gehen wir allerdings davon aus, daß Nero keineswegs der Brandstifter war, denn wahrscheinlich hielt er sich in seiner Sommerresidenz in Anzio auf. Damals waren 10 von 14 Stadtteilen Roms betroffen.

Versicherungen gab es in der Antike noch nicht. In der Zeit vor Christus hoffte man nur, daß der Brand frühzeitig entdeckt wurde, denn eine staatliche Feuerwehr gab es noch nicht. Die erste private Feuerwehr wurde von Crassus kurz vor Christus gegründet, aber er ließ seine 500 Sklaven nur eingreifen, wenn der Hausbesitzer ihm das Grundstück für wenig Geld überließ. Erst unter Augustus entstand eine offizielle staatliche Feuerwehr mit 7000 Vigiles (Wächtern), die sowohl als Polizisten, als auch als Feuerwehrmänner eingesetzt wurden.

Oft wird auch berichtet, wieviele Sklaven beim Bau vom Kolosseum gestorben sind. Das lag aber nicht daran, dass sie misshandelt wurden, denn sie mußten zwar sehr hart arbeiten, hatten aber Unterkünfte und Nahrung. Das Problem lag darin, daß es vor 2000 Jahren keinen Arbeitsschutz gab. Man hatte keine Helme, die Gerüste waren gewaltig hoch, aber nicht abgesichert, sodass sehr oft die Menschen von Steinen erschlagen wurden oder vom Gerüst stürzten. Arbeitsschutz war eine finanzielle Investition, die man bei den Sklaven sich ersparen wollte.

Ein Artikel von Jeanette Langer, Stadtführerin in Rom: www.ciao-rom.com

Informationen zum Corona Virus und wie geht es weiter

Die derzeitige Situation zwingt auch mich, täglich neue Entscheidungen zu treffen und mir Gedanken für die Zukunft zu machen.
Ich habe heute ein intensives Gespräch mit meinem Kooperationspartner für Arbeitsmedizin, Dr. Andreas Brune, Prävent GmbH geführt.

Im Ergebnis habe ich Ihnen den nachfolgenden Link eingefügt.
www.praevent-gmbh.de/faq-coronavirus

Hier finden Sie aktuelle Informationen und viel mehr, wenn Sie darüber hinaus Fragen zum Thema haben, senden Sie mir eine Mail, ich stehe zu Ihrer Verfügung.

Des Weiteren biete ich Ihnen die Möglichkeit, künftig ASA Sitzungen per Telefonkonferenz an. Das ist weniger zeitraubend ist und „in der Kürze liegt die Würze“, das heißt, man fasst sich einfach kürzer. Darüber hinaus erspart es allen Beteiligten unnötige Fahrzeiten- und Kosten.

Zur Zeit in Vorbereitung, die aber noch etwas Zeit benötigt, prüfe ich die Möglichkeit, künftig Seminare in digitaler Form durchzuführen.
Ich wünsche Ihnen viel Gesundheit, halten Sie durch.
Mit freundlichem Gruß

Das kann jeder Sicherheitsbeauftragte einfordern.

Der Sicherheitsbeauftragte sorgt sich um die Sicherheit der Arbeitskollegen. Doch wer Aufgaben übernimmt, der hat nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte!
Sicherheitsbeauftragte unterstützen die Unternehmensleitung und die verantwortlichen Führungskräfte bei der Erfüllung ihrer Aufgaben im Arbeitsschutz – und zwar unabhängig davon, ob eine Fachkraft für Arbeitssicherheit bestellt ist.
Darauf hat der Sicherheitsbeauftragte Anspruch:
• Auf Zahlung des entsprechenden Arbeitsentgelts für die Dauer der Ausbildung und die Zeit zur Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben.
• Bewegungsfreiheit im Betrieb und die erforderliche Zeit für die Erfüllung seiner Aufgaben.
• Beteiligung an den Untersuchungen von Arbeitsunfällen, die sich in seinem Zuständigkeitsbereich ereignet haben.
• Antworten auf Meldungen über festgestellte Mängel und auf Verbesserungsvorschläge.
• Teilnahme an Betriebsbesichtigungen der BG, der Arbeitsschutzverwaltung (BezReg) und der Sifa.
• Freistellung für Fortbildungsmaßnahmen für Sicherheitsbeauftragte.
• Wichtig für den Unternehmer:
o Der Sicherheitsbeauftragte darf wegen der Erfüllung der übertragenen Aufgaben nicht benachteiligt werden. Die Nutzung dieser Rechte ist Voraussetzung für ihren Einsatz für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz in Ihrem Betrieb.
(Aus gefahrstoffe aktuell 11 2018)

Arbeitsschutz bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen

Arbeitsschutz bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, „das Handbuch“ neu erschienen unter GSA-Handbbuch-18/37 im VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Theodor-Heuss-Str. 2-4, in 53095 Bonn. Empfehlenswert für verantwortliche Führungskräfte und Mitarbeiter!
Was STOP am Gefahrstoffarbeitsplatz bedeutet:
S = Substitution: Sie haben vorrangig zu prüfen, ob die im Betrieb verwendeten Gefahrstoffe durch weniger gefährliche Stoffe ersetzt werden können.
T = Technische Maßnahmen: Ist kein geeigneter Ersatzstoff verfügbar, haben Sie durch technische Maßnahmen wie geschlossene Systeme, Absaugung oder Lüftung die Exposition zu minimieren.
O= Organisatorische Maßnahmen: Durch die Begrenzung der Gefahrstoffmengen am Arbeitsplatz und der Dauer der Tätigkeit mit den betreffenden Gefahrstoffen, aber auch durch die Information Ihrer Mitarbeiter können Sie dafür sorgen, dass möglichst wenige Mitarbeiter Gefahrstoffen ausgesetzt sind.
P= Persönliche Schutzausrüstung: Kann eine Gefährdung durch die vorgenannten Maßnahmen nicht ausreichend minimiert werden, haben Sie geeignete Persönliche Schutzausrüstung bereitzustellen und die Mitarbeiter müssen diese verwenden.
Auszug aus gefahrstoffe aktuell 10 2018
Fragen Sie Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit

Gefahrstoffe in Getränkeflaschen? Das kann tödlich enden!

Eigentlich selbstverständlich: Gefahrstoffe dürfen nicht in solchen Behältern aufbewahrt werden, die durch ihre Form oder Bezeichnung zu einer Verwechslung mit Lebensmitteln führen können. Dennoch kommt es pro Jahr zu mehr als 1000 Vergiftungsfällen, weil Ahnungslose umgefüllte Chemikalien aus Getränkeflaschen trinken.
Am Arbeitsplatz ist diese Nachlässigkeit eine Ordnungswidrigkeit, die ein Bußgeld von bis zu 50.000 € nach sich ziehen kann.

Fragen Sie Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit
Auszug aus: gefahrstoffe aktuell 08/2018

Vorsorgekartei unvollständig? – Dann droht ein Bußgeld von bis zu 5.000,00 €

Vorsorgekartei unvollständig? – Dann droht ein Bußgeld von bis zu 5.000,00 €

Egal, welche Vorsorge in Ihrem Betrieb erfolgt, Sie müssen akribisch dokumentieren wann und warum die Vorsorge bei jedem einzelnen Mitarbeiter erfolgte. Wer hier schlampt, muss mitunter tief in die Tasche greifen. Können Sie der Behörde bei einer Kontrolle keine oder lediglich eine unvollständige Kartei vorlegen, kann das zu einem Bußgeld von bis zu 5.000,00 € nach sich ziehen.
Grundlage ist die Arbeitsmedizinische Vorsorge Verordnung. (ArbMedVV)
Wichtig für Sie:
Bei den Daten in dieser Kartei handelt es sich um Daten, die keinesfalls in unbefugte Hände gelangen dürfen. Bewahren Sie die Kartei so auf, dass Unbefugte keinen Zugang haben. Betroffene Mitarbeiter dürfen nur die eigenen personenbezogenen Angaben einsehen. Auf Anordnung haben Sie eine Kopie der Vorsorgekartei der zuständigen Behörde zu übermitteln.

CHECKLISTE: VOLLSTÄNDIGKEIT DER VORSORGEKARTEI
Beschäftigungsstammdaten (Name, Anschrift etc.
Geburtsdatum.
Art der vom Arbeitsplatz ausgehenden Gefährdungsmöglichkeiten, z. B. Lärm.
Vermerk, ob und aus welchen Anlässen Pflichtvorsorge erforderlich ist.
Vermerk, ob und aus welchem Anlässen Angebotsvorsorge erforderlich ist.
Vermerk, ob Wunschvorsorge zu ermöglichen ist.
Datum der letzten Vorsorge.
Datum der nächsten Vorsorge.

Fragen Sie Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit
Helmut Kästingschäfer

Quelle: gefahrstoffe aktuell 07 2018

PSA-VERORDNUNG RECHTSVERBINDLICH

AM 21.04.2018 WIRD DIE PSA-VERORDNUNG RECHTSVERBINDLICH
PSA = Persönliche Schutz Ausrüstung

Gemäß PSA-Verordnung (EU) 2016/425 müssen Hersteller, aber auch Händler und Importeure sicherstellen, dass die PSA dem Stand der Technik entsprechen.
Im Klartext, PSA in der Kategorie II und III muss eine EU-Baumusterprüfung und Prüfung der Konformität nachweisen.
Ihr Lieferant muss diese Erklärung ohne Aufforderung mitliefern.

Fragen Sie Ihre
Fachkraft für Arbeitssicherheit
Helmut Kästingschäfer

Auszug aus gefahrstoffe aktuell 03 2018

Arbeiten in Laboratorien: mit dieser Sicherheitsunterweisung minimieren sie die Risiken

In Unternehmen der chemischen Industrie, aber auch in anderen Branchen, gibt es Arbeitsplätze in Laboratorien. Hier werden Produkte und Stoffe getestet, überwacht und analysiert. Die Mitarbeiter in Laboratorien müssen regelmäßig unterwiesen werden. Gehen Sie dabei auf typische Gefahrenquellen und auf Regelungen für Notfälle ein.
Vermitteln Sie die Verhaltensregeln für sicheres Arbeiten mit dem Abzug.
> Sperrige Versuchsaufbauten
> Thermische Quellen (z.B. Bunsenbrenner)
> Lagerung von Gefahrstoffen
Starke Luftbewegung vor dem Abzug
Schulen Sie den sicheren Umgang mit Druckgasflaschen.
Nichts geht ohne freie Flucht– und Rettungswege.
Übrigens: Essen, Trinken und Rauchen sind in jedwedem Labor gesundheitsschädlich und deshalb verboten.

Bei weiteren Fragen stehen wir gerne zu Ihrer Verfügung.
Ihre Fachkräfte für Arbeitssicherheit
Helmut Kästingschäfer
Kay Glombik

Beachten sie diese 8 Schritte beim Brandschutz für kleine Baustellen in Gebäuden

In jedem Unternehmen muss gelegentlich etwas ausgebessert, umgebaut oder instand gesetzt werden. Dann rücken Handwerker an und richten eine kleine Baustelle ein. Dabei wird geflext oder gestrichen, häufig fallen auch brennbare Abfälle an.
Um auch in solchen „Ausnahmefällen“ für Sicherheit zu sorgen, müssen Sie vorbeugenden Brandschutz in bestehenden Gebäuden realisieren. Auf der sicheren Seite sind Sie mit diesen 8 Schritten:
• Sorgen Sie dafür, dass die betroffenen Gebäudeteile sicher abgesperrt werden.
• Entfernen Sie Gefahrstoffe vollständig aus dem Baustellenbereich, bevor die Handwerker anrücken. Sorgen Sie dafür, dass sie in geeigneten Gefäßen bzw. Verpackungen an einem Ort aufbewahrt werden, der für Unbefugte nicht zugänglich ist.
• Lassen Sie brennbare Abfälle und Bauschutt so schnell wie möglich entsorgen.
• Achten Sie darauf, dass Flucht – und Rettungswege frei gehalten werden.
• Prüfen Sie, ob in der Nähe der Baustelle genügend einsatzbereite Feuerlöscher vorhanden sind.
• Setzen Sie bei feuergefährlichen Arbeiten einen Mitarbeiter mit Feuerlöscher als Brandwache ein.
• Kontrollieren Sie bis 24 Stunden nach Abschluss der Arbeiten, ob Brandnester entstanden sind.
• Wenn Sie den Verdacht haben, das es schwelt oder glimmt, rufen Sie die Feuerwehr. Damit erfüllen Sie Ihre Sorgfaltspflicht – und können das bei Bedarf auch gegenüber der Versicherung nachweisen.

Auszug aus gefahrstoffe aktuell 06 2017

• Ergänzung Ihres Brandschutzbeauftragten:
• Wenn Sie eine BMZ haben, nehmen Sie die betroffenen Rauchmelder außer Betrieb und decken Sie die betroffenen Rauchmelder mit Staubschutzkappen ab.

Wichtig ! Unfallmeldung an Behörden !

Auszug aus Komnet Dialog 11403
Frage:
Wem muss eine Unfallanzeige (Unfallversicherungs-Anzeigeverordnung) gemeldet werden? – Berufsgenossenschaft, – Bezirksregierung, – oder beiden? § 193 Pflicht zur Anzeige eines Versicherungsfalls durch die Unternehmer (7) Bei Unfällen in Unternehmen, die der allgemeinen Arbeitsschutzaufsicht unterstehen, hat der Unternehmer eine Durchschrift der Anzeige der für den Arbeitsschutz zuständigen Behörde zu übersenden. Danach ist in NRW auch die Bezirksregierung zu informieren, oder?
Antwort:
Die Unfallversicherungs-Anzeigeverordnung ist eine Rechtsverordnung, die auf Grund des Sozialgesetzbuches VII – SGB VII „Gesetzliche Unfallversicherung“ erlassen worden ist.

Unter § 193 SGB VII ist vorgeschrieben, dass der Unternehmer Unfälle von Versicherten in seinem Unternehmen dem Unfallversicherungsträger anzuzeigen hat, wenn Versicherte getötet oder so verletzt sind, dass sie mehr als drei Tage arbeitsunfähig werden
Bei Unfällen in Unternehmen, die der allgemeinen Arbeitsschutzaufsicht unterstehen, hat der Unternehmer eine Durchschrift der Anzeige der für den Arbeitsschutz zuständigen Behörde zu übersenden.

Bis auf wenige Ausnahmen, z.B. landwirtschaftliche Betriebe ohne Arbeitnehmer, unterstehen alle Betriebe der allgemeinen staatlichen Arbeitsschutzaufsicht, so dass grundsätzlich jede Unfallanzeige in Kopie der zuständigen Arbeitsschutzbehörde, (in NRW die Arbeitsschutzdezernate der Bezirksregierungen – zu übersenden ist. Auf die weiteren Informationen zum Thema unter www.dguv.de/inhalt/ihrPartner/arbGeb/faq/index.jsp weisen wir hin.

Bei weiteren Fragen stehen wir gerne zu Ihrer Verfügung.

Demenz durch Laserdrucker?

Demenz durch Laserdrucker?

Neue Studie gibt Hinweise

An vielen Arbeitsplätzen wird mit Laserdruckern gearbeitet. Emissionen aus diesen Druckern können aber krank machen.
Mehr als 100 Studien bestätigen die schädigenden Wirkungen der Emissionen aus Laserdruckern. Eine Studie des Harvard Center for Nanotechnologiy and Nanotoxicology und des Instituts für Umweltmedizin in Zusammenarbeit mit nano-Control stuft die freigesetzten Stoffe als gesundheitlich bedenklich ein.
Laserdrucker und Kopierer belasten Innenräume mit Feinstaub und ultrafeinen Partikeln. Hierdurch kann es zu
• chronischen Atemwegsbeschwerden,
• Ekzemen und
• Krebserkrankungen kommen.

Außerdem gibt es Hinweise auf Demenz.

Gefahrstoffe aktuell 04/2017

Überprüfen Sie Ihre Fluchttüren jetzt genau

Aktuelles Urteil
Verwaltungsgericht Münster Az. 9 K 1985/15

Vorschrift schlägt Gefährdungsbeurteilung- auf diesen kurzen Nenner lässt sich ein Urteil des Verwaltungsgerichtes Münster bringen. Bei dem Verfahren ging es um eine Fluchttür, die sich lediglich nach innen öffnen lässt.

Ein Unternehmen hat in einer Gefährdungsbeurteilung festgehalten:
• Die Notausgangstür wird lediglich von 5 -7 Personen benutzt. Damit ist eine Stau– bzw. Traubenbildung nicht zu erwarten.
• Weitere Fluchtmöglichkeiten sind vorhanden.
Das reichte dem Gericht nicht: Es hielt sich streng an einer Vorgabe der ArbStättV- “Türen von Notausgängen müssen sich nach außen öffnen lassen“ (ArbStättV, Anhang 2.3) – und untersagte
dem Unternehmen mit sofortiger Wirkung, Mitarbeiter in den Räumen zu beschäftigen.
Türen von Notausgängen müssen sich außerdem von innen jederzeit leicht öffnen lassen!

Auszug aus gefahrstoffe aktuell 04/2017

Fragen Sie Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit

Sicherheitsbeauftragte

Seminare für Sicherheitsbeauftragte,

zugeschnitten auf die speziellen Wünsche meiner Kunden!

Inhouse Schulung Sicherheitsbeauftragte!

Siehe Blog – Brosch 01 2017

Dieses Seminar ist zunächst für Mitarbeiter von BURGER KING Restaurants als Tages Seminar (BGN basiert) konzipiert.

In Vorbereitung ist ein Seminar für Mitarbeiter (Haustechniker) ECE, als Seminar (VBG basiert) über zwei Tage.

Weitere Seminarangebote folgen.

UVV Prüfung Dienstfahrzeuge

Dienst Kraftfahrzeuge
DGUV Vorschrift 70 (vormals BGV D29)
§ 57
1. Der Unternehmer hat Fahrzeuge bei Bedarf, mindestens jedoch einmal jährlich, durch einen Sachkundigen auf ihren betriebssicheren Zustand prüfen zu lassen.
2. Die Ergebnisse der Prüfung nach Absatz 1 sind schriftlich niederzulegen und mindestens bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren.
Ausführungsbestimmungen
Zu § 57 Abs. 1:
Für die Prüfung von Fahrzeugen bestehen besondere Grundsätze; siehe BG-Grundsatz „Prüfung von Fahrzeugen durch Sachkundige“ (BGG 916).
Die Prüfung des betriebssicheren Zustandes durch den Sachkundigen umfasst sowohl den verkehrssicheren als auch den arbeitssicheren Zustand des Fahrzeuges.
Die Prüfung des verkehrssicheren Zustandes des Fahrzeuges ist auch erbracht, wenn ein mängelfreies Ergebnis einer Sachverständigenprüfung nach der StVZO vorliegt.
Für Personenkraftwagen und Krafträder gilt eine Sachkundigenprüfung als durchgeführt, wenn über eine vom Hersteller vorgeschriebene und ordnungsgemäß durchgeführte Inspektion ein mängelfreies Ergebnis einer autorisierten Fachwerkstatt vorliegt, das auch die Prüfung auf arbeitssicheren Zustand (zum Beispiel in Bezug auf Vorhandensein und Zustand der Warnkleidung sowie der Einrichtungen zur Ladungssicherung) ausweist.
Zusätzlich zur fahrzeugtechnischen Prüfung kann die Prüfung von Aufbauten und Einrichtungen erforderlich sein, wenn dies durch Verordnung, Unfallverhütungsvorschrift oder BG-Regel bestimmt ist, z. B. durch
• Betriebssicherheitsverordnung,
• Gefahrgutverordnung Straße und Eisenbahn (GGVSE),
• Unfallverhütungsvorschrift „Krane“ (BGV D6),
• Unfallverhütungsvorschrift „Winden, Hub- und Zuggeräte“ (BGV D8),
• Unfallverhütungsvorschrift „Verwendung von Flüssiggas“ (BGV D34).
• Kapitel 2.10 „Betreiben von Hebebühnen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500).
Sachkundiger ist, wer aufgrund seiner fachlichen Ausbildung und Erfahrung ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der Fahrzeugtechnik hat und mit den einschlägigen staatlichen Arbeitsschutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschrift und allgemein anerkannten Regeln der Technik (z. B. BG-Regeln, DIN-Normen, VDE-Bestimmungen, technische Regeln anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder der Türkei oder anderer Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum) soweit vertraut ist, dass er den betriebssicheren Zustand von Fahrzeugen beurteilen kann.
Zu § 57 Abs. 2:
Diese Forderung ist z. B. erfüllt, wenn die Ergebnisse in einem Prüfbuch, einer Prüfkartei oder einem Prüfbericht nachgewiesen sind; siehe auch BG-Grundsatz „Prüfung von Fahrzeugen durch Sachkundige“ (BGG 916).

Fragen Sie Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit Helmut Kästingschäfer

Kurzinfo Hubarbeitsbühnen

Die Hubarbeitsbühne

Der Unternehmer darf mit dem selbständigen Bedienen von Hubarbeitsbühnen nur Personen beauftragen, die
das 18. Lebensjahr vollendet haben
In der Bedienung der Hubarbeitsbühne unterwiesen sind und
Ihre Befähigung gegenüber dem Unternehmer nachgewiesen haben.
Der Auftrag ist schriftlich zu erteilen

Für mehr Information siehe DGUV – BGG/GUV-G966
Grundsatz – Ausbildung und Beauftragung der Bediener von Hubarbeitsbühnen

Fragen Sie Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit Helmut Kästingschäfer

Brandschutz – und Evakuierungshelfer

Gesetzliche Grundlagen
Arbeitsschutz Gesetz § 10.2
Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 1 § 22
Technische Regeln für Arbeitsstätten ASR A 2.2
DGUV Information 205-023
Es sind mindestens 5 % der anwesenden Mitarbeiter als Brandschutz– und Evakuierungshelfer zu schulen und zu benennen. Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ist zu prüfen, ob auf Grund der betrieblichen Besonderheiten diese Zahl ausreicht. Außerdem darf der Arbeitgeber Personen erst benennen, wenn die Personen mit den betrieblichen Gegebenheiten vertraut sind. Die Schulung darf von Brandschutzbeauftragten und Fachkräften für Arbeitssicherheit mit entsprechender Ausbildung im Brandschutz durchgeführt werden.
Fragen Sie Ihren Brandschutzbeauftragten und Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit
Helmut Kästingschäfer

Wann benötigen sie einen Brandschutz Beauftragten?

114 SBauVO – Verantwortliche Personen für Hochhäuser
§ 82 SBauVO – Verantwortliche Personen für Verkaufsstätten
§ 54 BauO NRW
Sonderbauten nach § 68 BauO NRW
Für Hochhäuser
… mit mehr als 30 m Höhe und Räumen mit mehr als 600 m² Grundfläche
Verkaufsstätten mit mehr als 700 m² Verkaufsfläche

Fragen Sie Ihren Brandschutzbeauftragten und Fachkraft für Arbeitssicherheit Helmut Kästingschäfer

Arbeitsmittel

Beispiele für Arbeitsmittel und wie der Unternehmer die Sicherheit der Arbeitsmittel gewährleistet:
* Für Prüfpflichtige Anlagen und Betriebsmittel, wie
* Ortsfeste elektrische Anlagen
* Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel
* Kraftbetriebene Tore
* RWA Anlagen
* Feuerlöscher
* Lastaufnahmemittel
* PSA Absturz
* Flurförderzeuge
* Krane
* Handgabelhubwagen
* Hochdruckreiniger
* Kraftfahrzeuge
sind Prüffristen festzulegen!
Werkzeuge und Hilfsmittel sind vor Benutzung auf Unversehrtheit zu prüfen.
Auch ein Bürostuhl ist ein Arbeitsmittel!

Fragen Sie Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit
Helmut Kästingschäfer

Garantenstellung

Man macht sich strafbar, wenn man durch sein Handeln gegen ein Strafgesetz verstößt. Bei gewissen Tatbeständen wird indes das Nichtstun bestraft. Allgemein gilt: Wer nichts unternimmt, um einen vom Gesetz verbotenen Sachverhalt zu verhindern, macht sich strafbar, wenn er rechtlich dafür einzustehen hat, dass der Tatbestand nicht eintritt. Diese Verpflichtung zum Tätigwerden wird als Garantenpflicht bezeichnet. Sie kann auf einem Gesetz, einem Vertrag oder einem besonderen Vertrauensverhältnis beruhen.
Wer als Arbeitgeber den Auftrag zur Benutzung von nicht betriebssicheren Arbeitsmitteln erteilt, wird sich im Falle eines Unfalles zu verantworten haben.
Dies gilt für nicht betriebssichere Maschinen ebenso wie für defekte Leitern!

Fragen Sie Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit
Helmut Kästingschäfer

Haben sie genung Brandschutzhelfer bestellt?

Die Arbeitsstättenverordnung fordert es:
Jeder Betrieb muss Vorkehrungen treffen, damit sich die Mitarbeiter bei Gefahr unverzüglich in Sicherheit bringen und schnell gerettet werden können.
Prüfen Sie jetzt, ob die getroffenen Maßnahmen ausreichen.
Stellt die Behörde fest, dass in Ihrem Betrieb zu wenig Brandschutzhelfer bestellt (und geschult) sind, müssen Sie mit einem Bußgeldbescheid von bis zu 2.000 € rechnen.

Auszug aus gefahrstoffe aktuell 04/2016

Fragen Sie Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit und Brandschutzbeauftragter
Helmut Kästingschäfer

Ich bin berechtigt nach DGUV 205-023 Brandschutzhelfer zu Schulen.

Gefährdungsbeurteilung: Wer sich weigert, zahlt bis zu 25.000 € Bußgeld

In vielen Betrieben hat es sich noch nicht herumgesprochen:

Eine schriftliche Gefährdungsbeurteilung muss in jedem Betrieb bereits ab dem ersten Mitarbeiter vorliegen.
Das war nicht immer so.
Bis Oktober 2013 war das erst für Betriebe mit mehr als 10 Mitarbeitern Pflicht.
Das haben die Arbeitsschutzbehörden zum Anlass genommen, um im Rahmen der Schwerpunktaktion zu prüfen, ob auch wirklich überall korrekt ausgefüllte Gefährdungsbeurteilungen vorliegen.

Auszug aus gefahrstoffe aktuell 05/2016

Fragen Sie Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit
Helmut Kästingschäfer

Arbeitssicherheit: Ein Wegweiser in 6 Sprachen

Arbeitssicherheit: Ein Wegweiser in 6 Sprachen
Deutsch, Englisch, Französisch, Serbisch, Arabisch und Persisch, ein guter Einstieg!
Die Broschüre, erstellt durch Media for Work enthält.
* Ein verständliches Vorwort
* die 10 goldenen Sicherheitsregeln
* Die 12 wichtigsten Begriffe im Arbeitsschutz
* Die Bedeutung der Sicherheitskennzeichnung am Arbeitsplatz
Diese Broschüre unterstützt Sie bei der Ersteinweisung neuer Mitarbeiter in den oben genannten Sprachen.
Fragen Sie Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit

Arbeiten in engen Räumen

Arbeiten in engen Räumen: Diese Maßnahmen sind Pflicht
Zu den engen Räumen gehören insbesondere Behälter, Kessel, Tanks und Silos. Wenn in diesen Bereichen Gefahrstoffe vorhanden sind, müssen sie bei Tätigkeiten wie beispielsweise Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten besondere Schutzmaßnahmen treffen.
Worauf Sie vor Beginn der Arbeiten achten müssen:
1. Entleeren und reinigen Sie Behälter, Silos und enge Räume.
2. Stellen sie sicher, dass alle Zu- und Abgänge wirksam unterbrochen sind, durch die Gefahrstoffe, Gase in gefährlicher Konzentration oder Menge in Behälter, Silos und enge Räume gelangen können.
3. Sorgen Sie dafür, dass keine Gase, Dämpfe, Nebel oder Stäube in gesundheitsgefährdender Konzentration sowie keine explosionsfähige Atmosphäre oder Sauerstoffmangel auftreten können.
Kann das Auftreten von Gefahrstoffen in gefährlicher Konzentration oder Menge durch
vorgenannte Maßnahmen nicht verhindert werden, müssen Ihre Mitarbeiter Atemschutz benutzen.
5. Stellen Sie im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung fest, welche Stoffe und Zubereitungen in welcher Konzentration enthalten sind oder im Verlauf der Arbeiten auftreten können und ob Sauerstoffmangel auftreten kann. In den meisten Fällen ist dazu Freimessen erforderlich. Diese Messungen müssen an repräsentativer Stelle erfolgen.
Achten Sie darauf, dass vor Beginn der Arbeiten ein Erlaubnisschein ausgestellt wird, in dem die erforderlichen Maßnahmen festgelegt sind. Der Aufsichtführende, der Sicherungsposten und bei Fremdunternehmen der Verantwortliche eines Auftragsnehmers haben durch Unterschrift auf dem Erlaubnisschein die Kenntnis der festgelegten Maßnahmen zu bestätigen.
Auszug aus gefahrstoffe aktuell 04/2016
Für Fragen stehe ich zu Ihrer Verfügung, Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit