Die Fahrerkarte

Im Besitz einer Fahrerkarte muss jeder Lkw-Fahrer sein, der ein Fahrzeug für den gewerblichen Transport von Personen bzw. Gütern mit einem digitalen Tachographen fährt – und der ist für alle Neuzulassungen seit Mai 2006 Pflicht.
Die wichtigsten Informationen rund um die Fahrerkarte haben die Experten von TÜV SÜD Auto Service für Sie übersichtlich zusammengestellt:
Funktion: Die Fahrerkarte speichert die Lenk- und Ruhezeiten für 28 Tage sowie die Daten zur Identität des Fahrers. Somit ist die Fahrerkarte ein persönliches Dokument und nicht an Dritte übertragbar. Wenn sich übrigens Ihre persönlichen Daten (Führerscheinnummer, Adresse etc.) ändern, dürfen Sie die Fahrerkarte dennoch bis zum Ende der Gültigkeit weiter benutzen.
Gültigkeit: Die Fahrerkarte ist fünf Jahre gültig, danach sollten Sie rechtzeitig, frühestens aber sechs Monate und spätestens 15 Tage vor Fristablauf, eine Folgekarte beantragen. Bei Verlust bzw. technischem Defekt müssen Sie am TÜV SÜD Service-Center eine Ersatzkarte beantragen. Der Fahrer darf seine Fahrt ohne Fahrerkarte höchstens 15 Kalendertage fortsetzen, bzw. während eines längeren Zeitraums, wenn das für die Rückkehr des Fahrzeugs zu dem Standort des Unternehmens erforderlich ist.
Selbstcheck: Sie können die gespeicherten Daten entweder auf der Anzeige des digitalen Kontrollgeräts, auf einem Ausdruck oder durch Herunterladen der Daten auf einem PC einsehen.
Analog/digital: Wenn Sie mit unterschiedlichen Kontrollgeräten (analog und digital) am selben Tag fahren, dann müssen Sie alle Aufzeichnungen (Schaublätter und Fahrerkarte) bereitstellen.
Diebstahl: Bei Diebstahl müssen Sie die Polizei kontaktieren und Anzeige erstatten. Die polizeiliche Meldung muss dann zur Antragstellung einer Ersatzkarte beim TÜV SÜD Service-Center vorgelegt werden.
Verantwortlichkeit: Sie sind sowohl für die sichere Aufbewahrung wie auch für den korrekten Umgang mit der Fahrerkarte selbst verantwortlich.
Entzug: Wenn Sie Ihren Führerschein verlieren oder Ihre Beschäftigung als Fahrer aufgeben, bleibt die Fahrerkarte dennoch bei Ihnen. Entzogen wird Ihnen die Fahrerkarte lediglich, wenn sich herausstellt, dass sie gefälscht ist, ein anderer Fahrer Ihre Karte benutzt oder benutzt hat und wenn die Fahrerkarte unter Vortäuschung falscher Tatsachen und/oder gefälschter Dokumente beantragt wurde.
Die Fahrerkarte muss bei jeder Fahrt mitgeführt und bei Kontrollen ausgehändigt werden. Jeder Fahrer darf nur eine einzige gültige Fahrerkarte haben.
Eine Information des TÜV SÜD

DIE REVISION DER NORM IM QUALITÄTSMANAGEMENT

Die neue Norm DIN EN ISO 9001:2015 beabsichtigt:
 Leistungssteigerung und nachhaltige Entwicklung von Unternehmen
 Erfüllung aller Produktanforderungen, Steigerung der Kundenzufriedenheit
 Behandlung von Risiken und Chancen
 Nachweisbare Qualität
Was sich generell ändert:
 Andere Begriffe in der Übersetzung
 Normenanforderungen insgesamt wesentlich strukturierter
 Norm für alle Branchen direkter anwendbar bzw. besser zu verstehen
 Weniger formelle (Dokumentations-) Pflichten

Auszug aus Info QUACERT

Fragen Sie Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit und Qualitätsmanagement Beauftragten
Helmut Kästingschäfer

Winterdienst auf dem Betriebsgelände

Winterdienst auf dem Betriebsgelände

Räumpflicht des Betriebsinhabers

Der Arbeitgeber unterliegt auf dem Betriebsgelände grundsätzlich der Räum- und Streupflicht und gehört zu den sog. Verkehrssicherungspflichten eines Unternehmers. Dies gilt grundsätzlich für das gesamte Betriebsgeländes, d. h. vor allem für die Zufahrtswege, Gehwege und Parkplätze. Kommt ein Arbeitnehmer zu Schaden, so haftet der Unternehmer nur unter Umständen auf Schadenersatz und Schmerzensgeld. Der Betriebsinhaber muss allerdings nicht das gesamte Gelände räumen, es reicht vielmehr, das ausreichend breite Wege geschaffen werden. Der Arbeitnehmer oder Nutzer muss in der Lage sein mit einer zu erwartenden Sorgfalt gefahrenlos die notwendigen Wege zu nutzen. Dabei hat dieser natürlich ebenfalls vorsichtig und achtsam vorzugehen. Es ist nur ein Zustand herzustellen, welcher es möglich macht, bei Beachtung der zumutbaren Sorgfalt die Betriebsfläche gefahrlos zu befahren und zu begehen. Dafür ist reicht es aus, genug breite Geh- und Fahrwege zu räumen. Eine vollständige Beräumung des Geländes ist nicht zwingend erforderlich.

Was sind Verkehrssicherungspflichten

Private Grundstückseigentümer, Kommunen, Betriebsinhaber, Unternehmer aber auch Privatpersonen müssen allgemeine Verkehrssicherungspflichten in Bezug auf ihren Herrschaftsbereich erfüllen. Bei der Verkehrssicherungspflicht handelt es sich als deliktsrechtliche Verhaltenspflicht zur Sicherung von Gefahrenquellen. Die Nichtbeachtung dieser Pflicht kann zu Schadenersatzansprüchen nach §§ 823 ff. BGB führen. Die sog. Verkehrssicherungspflicht ist nicht ausdrücklich gesetzlich geregelt, sondern wurde von der Rechtsprechung aus diesen Vorschriften entwickelt. Demnach obliegt demjenigen die Verkehrssicherungspflicht, der eine mögliche Gefahrenquelle schafft, beaufsichtigt oder eine Sache verwaltet, die für dritte Personen gefährlich sein kann. Der Verkehrssicherungspflichtigen hat die Gefahrenquelle nicht gegen alle unwahrscheinlichen und denkbaren Schadensfälle abzusichern. Er ist aber verpflichtet, alle zumutbaren Vorkehrungen gegen vorhersehbare Gefahrensituationen zu treffen, die durch den bestimmungsgemäßen Gebrauch von Sachen entstehen können.

Schneeräumen ist Verkehrssicherungspflicht des Eigentümers

Bei Schnee oder Eis müssen Städte/ Kommunen als öffentliche Eigentümer dafür sorgen, dass öffentliche Straßen und Gehwege geräumt bzw. gestreut werden. Bezüglich der öffentlichen Gehwege übertragen öffentliche Körperschaften diese Räum- und Streupflicht häufig durch kommunale Satzungen auf die Anlieger, die dann die Räum- und Streupflicht des Teils des Gehweges, der an ihr Grundstück grenzt, wahrzunehmen haben. Die Grundstückseigentümer können aber diese Räum- und Streupflichten vertraglich dem Mieter oder einem Dritten übertragen. Auch dann müssen sie sich aber durch Stichproben vergewissern, ob die notwendigen Maßnahmen zur Einhaltung der Räum- und Streupflicht ordentlich erfüllt werden. Diese Aufsichts- und Überwachungspflichten gegenüber dem Dritten können nicht übertragen werden. Zur Absicherung gegen Schadensfälle können Verantwortliche auch Haftpflichtversicherungen abschließen, die dann bei Sach- oder Personenschäden einspringt.

Delegation der Räum- und Streupflicht

Die Räum- und Streupflicht kann unter folgenden Voraussetzungen auf entsprechende Dienstleister (Hausmeisterdienste) übertragen werden:

– Die Übertragung sollte in schriftlicher Form gegenüber der Fremdfirma erfolgen
– Festlegung des zeitlichen Rahmens unter Berücksichtigung der betrieblichen Arbeits- und Nutzungszeiten
– Ggf. Räummittel und Streugut frühzeitig und günstig bereitstellen
– Regelmäßige Kontrolle der Einhaltung der delegierten Räum- und Streupflichten

Dieser Artikel entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Ziegler-Metall.

Und wieder neigt ein Jahr sich dem Ende zu

In vier Wochen ist mein Geschäftsjahr 2015 zu Ende. Dann werden meine Frau und ich in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub fahren und Kraft für den Neustart 2016 zu tanken.
Für mich war es ein sehr erfolgreiches und gutes Jahr.
Ich hoffe und wünsche Ihnen und Ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, dass auch Sie alle ein erfolgreiches, gutes und gesundes Jahr 2015 erleben durften.
Ab dem 05.01.2016 stehe ich in gewohnter Weise wieder zu Ihrer Verfügung,
Bis dahin wünsche ich Ihnen eine besinnliche Zeit und ein ebenso besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start in das Neue Jahr 2016.
Mögen sich für Sie und Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen alle Wünsche, insbesondere nach Gesundheit, Glück und einem gesicherten Arbeitsplatz, sowohl in finanzieller als auch im Hinblick auf unfallfreies Arbeiten, erfüllen.
In diesem Sinne verbleibe ich Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit

Viele Arbeitsschutzvorschriften erfordern eine Unterweisung

Doch meistens fehlt die Zeit dazu. Es muss auch nicht zwingend ein aufwendiger Vortrag sein. Sicherheitskurzgespräche sind eine Alternative bzw. Ergänzung zur Unterweisung.
Sicherheitskurzgepräche ergeben sich meistens aus spezifischen Anlässen wie beispielweise Tätigkeiten mit bestimmten Gefahrstoffen. Sie dienen der Vermeidung von Unfällen, Verletzungen oder berufsbedingten Erkrankungen und sollen die Wirksamkeit der Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz erhöhen. In diesen Gesprächen werden die Mitarbeiter aktiv einbezogen. Sie dauern in der Regel zwischen 5 und 20 Minuten.
Erstellen Sie ein Ergebnisprotokoll
Das Gespräch sollte von einer fachkundigen Person moderiert werden. Und denken Sie daran, jedes Sicherheitsgespräch zu dokumentieren.
Auszug aus gefahrstoffe aktuell 09/2015
Fragen Sie Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit und Brandschutz Beauftragten

URTEIL ZUM ARBEITSSCHUTZRECHT: WO DAS MITSPRACHERECHT DES BETRIEBSRATES ENDET

Der Betriebsrat darf beim Arbeitsschutz im Betrieb mitreden. Doch dieses Mitbestimmungsrecht hat Grenzen, wie das Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Berlin– Brandenburg (Az TaBV 1448/14 vom 25.02.2015 zeigt.
Der Fall:
In einem Unternehmen hatten Arbeitgeber und Betriebsrat eine Einigungsstelle gebildet, um in Streitfragen des Gesundheitsschutzes zu schlichten. Das Unternehmen war mit einem Schlichterspruch allerdings nicht einverstanden, weil hier keine Mitbestimmung bestehe.
Das Urteil:
Das LAG gab dem Unternehmen Recht.
Die Begründung:
Gemäß dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) muss der Arbeitgeber die Sicherheit und Gesundheit seiner Beschäftigten schützen. In diesem Rechtsbereich hat der Betriebsrat nur ein Mitbestimmungsrecht, wenn ihm bei der Gestaltung Handlungsspielräume verbleiben.
Bei sehr weit gefassten gesetzlichen Generalklauseln zum Gesundheitsschutz (z.B. § 3 Abs. 1 ArbSchG) besteht ein Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates allerdings nur, wenn sich aus der Gefährdungsbeurteilung ein Handlungsbedarf ergibt oder wenn „eine unmittelbare objektive Gesundheitsgefahr vorliegt“.
Aus gefahstoff aktuell 09/2015

WARUM DER ARBEITSSCHUTZAUSSCHUSS (ASA) DIE AZUBIS NICHT VERGESSEN DARF

Junge Leute sind risikobereiter als ältere erfahrene Mitarbeiter. Damit Berufsstarter in ihrem Unternehmen nicht zum Sicherheitsrisiko werden, sollten Sie im ASA folgende wichtige Fragen klären:
Werden die jungen Berufsanfänger von erfahrenen, zuverlässigen und fachkundigen Mitarbeitern betreut?
Verfügen die an der Ausbildung beteiligten Personen über die erforderlichen menschlichen und pädagogischen Qualifikationen?
Werden Neulinge erst nach entsprechender Unterweisung mit Tätigkeiten, wie z.B. mit Gefahrstoffen, betraut?
Wird darauf geachtet, dass die Beschäftigungsbeschränkungen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) eingehalten werden?

Auszug aus gefahrstoffe aktuell 06/2015.

Für weitere fragen stehe ich jederzeit zu Ihrer Verfügung

Die neue Betriebssicherheitsverordnung

AM 01.06.2015 TRITT DIE NEUE BETRIEBSSICHERHEITSVERORDNUNG (BETRSICHV) IN KRAFT
Die BetrSichV beseitigt Doppelregelungen zur Gefahrstoffverordnung und dient der Verbesserung des Arbeitsschutzes bei der Verwendung von Arbeitsmitteln durch Beschäftigte sowie dem Schutz Dritter beim Betrieb von überwachungsbedürftigen Anlagen.
Die neue BetrSichV
1. enthält jetzt Vorgaben zur alters– und alternsgerechten Gestaltung von Arbeitsmitteln
2. Berücksichtigt ergonomische und psychische Belastungen und
3. Erfasst besondere Unfallschwerpunkte in den Bereichen
• Instandhaltung
• Besondere Betriebszustände
• Betriebsstörungen und
• Aufgrund von Manipulationen von Schutzeinrichtungen

Worauf sie bei der Gefährdungsbeurteilung (GBU)achten müssen
Die GBU ist nach wie vor das zentrale Instrument zur Ableitung von Schutzmaßnahmen. Die BetrSichV 2015 fordert, dass bereits vor der Auswahl und der Beschaffung der Arbeitsmittel mit der GBU begonnen wird. Im Rahmen der GBU sind folgende Aspekte im Hinblick auf die mit dem Arbeitsmittel durchzuführenden Tätigkeiten zu berücksichtigen:
• Gefährdungen, die bei der Verwendung von Arbeitsmitteln auftreten
• Gebrauchstauglichkeit
• Gebrauchs– und Betriebsanleitungen
• Ergonomische Aspekte
• Vorhersehbare Betriebsstörungen wie z. B. die mögliche Blockade beweglicher Teile
• Physische Belastungen wie z. B. durch Heben und Tragen
• Psychischen Belastungen der Mitarbeiter, die z. B. durch Überforderung entstehen können

Wichtig für Sie:
Sie können eine vom Hersteller oder Lieferanten erstellte GBU oder gleichwertige Unterlagen übernehmen, sofern diese den Arbeitsbedingungen– und -verfahren in Ihrem Betrieb entsprechen.

Was Sie dokumentieren müssen:
Die GBU muss dokumentiert werden. Hierzu gehören folgende 5 Punkte:
1 Die Gefährdungen, die bei der Verwendung der Arbeitsmittel auftreten,
2 Die zu ergreifenden Schutzmaßnahmen,
3 Wie die Anforderungen der BetrSichV eingehaltenwerden, wenn von den Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) abgewichen wird,
4 Art und Umfang der erforderlichen Prüfungen sowie die Fristen der wiederkehrenden Prüfungen und
5 Das Ergebnis der Überprüfung der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen.

Eine vereinfachte Vorgehensweise ist möglich, wenn nach der GBU aus den konkreten Einsatzbedingungen im Betrieb keine zusätzlichen Gefährdungen resultieren. In diesem Fall müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
Die Arbeitsmittel entsprechen mindestens den sicherheitstechnischen Anforderungen gemäß den zum Zeitpunkt der Verwendung geltenden Rechtsvorschriften zum Bereitstellen von Arbeitsmitteln auf dem Markt,
 Die Arbeitsmittel werden ausschließlich bestimmungsgemäß entsprechend den Vorgaben des Herstellers verwendet,
 Es treten keine zusätzlichen Gefährdungen der Beschäftigten unter der Berücksichtigung der Arbeitsumgebung, der Arbeitsgegenstände, der Arbeitsabläufe sowie der Dauer und zeitlichen Lage der Arbeitszeit auf und
 Instandhaltungsmaßnahmen und Prüfungen werden regelmäßig durchgeführt.

Auszug aus gefahrstoffe aktuell 05/2015.
Für weitere Fragen wenden Sie sich an Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit
Ihr Helmut Kästingschäfer

Der richtige Sicherheitsschuh

Ermitteln sie für jeden Arbeitsplatz die richtigen Sicherheitsschuhe!
Wer weiß schon, welcher Sicherheitsschuh der richtige ist? Ganz klar, der Schuhhersteller
oder Lieferant. Doch damit dieser Ihnen auch wirklich den richtigen Schuh empfehlen kann,
müssen Sie ihn lückenlos mit Informationen über die Jeweiligen Gefährdungen am Arbeitsplatz
versorgen. Mit der richtigen Checkliste können Sie gleich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen:
• Gefährdungen ermitteln und dokumentieren
• Eine solide Grundlage für die Einholung von Vergleichsangeboten schaffen

Auszug aus gefahrstoffe aktuell 03/2015.

Für weitere Fragen wenden Sie sich an Ihre
Fachkraft für Arbeitssicherheit

Zum Jahresende

Wieder geht ein Jahr zu Ende, es war ereignisreich, nicht immer zufriedenstellend und in vielen Ländern leider auch nicht friedlich.
So mancher Streik hat uns das Leben nicht angenehmer gemacht, viele Staus haben uns die Zeit geraubt.
Veränderungen fordern uns immer wieder heraus, aber wir meistern sie.
Deshalb wollen wir auch optimistisch in das Jahr 2015 blicken und uns den Herausforderungen stellen.
Für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit möchte ich mich herzlich bedanken und Ihnen eine besinnliche Zeit, einen guten Übergang in das Jahr 2015 und weiterhin Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit wünschen.

UVV Prüfung Fahrzeuge

Auszug aus der BGV D29
§ 57 Prüfung

(1) Der Unternehmer hat Fahrzeuge bei Bedarf, mindestens jedoch einmal jährlich, durch einen Sachkundigen auf ihren betriebssicheren Zustand prüfen zu lassen.
(2) Die Ergebnisse der Prüfung nach Absatz 1 sind schriftlich niederzulegen und mindestens bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren.
Auszug aus der Homepage der BG Verkehr und Transport
Prüfung von Fahrzeugen

Fahrzeuge und deren Aufbauten unterliegen wie alle anderen Arbeitsmittel einem gewissen Verschleiß. Wird dieser zu groß, drohen Teile zu brechen, zu platzen oder abzureißen. Sicherheitseinrichtungen versagen. Teile, die selten genutzt werden, können korrodieren und im Bedarfsfall nicht funktionieren. Hin und wieder werden Teile, die für die Sicherheit wichtig sind, beschädigt, abgebaut und nicht ersetzt. All dies gilt es, bei einer Prüfung festzustellen, damit die Verantwortlichen die erforderliche Mängelbeseitigung veranlassen können.
Jeder Fahrer ist gefordert, vor Antritt einer Fahrt eine Sicherheits- und Funktionskontrolle durchzuführen. Dabei geht es in erster Linie um augenfällige Mängel.
Die Einschätzungen der Fahrer über ihre Fahrzeuge genügen alleine nicht. Von Zeit zu Zeit muss sich ein Fachmann die Fahrzeuge ansehen. Regelmäßig prüfen Sachverständige die Fahrzeuge im Rahmen der Hauptuntersuchungen. Zusätzlich fallen bei bestimmten Fahrzeugen Sicherheitsprüfungen an, die ebenfalls Sachverständige oder anerkannte Werkstätten erledigen. Diese Prüfungen der Fahrzeuge nach § 29 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) dienen alleine der Feststellung des verkehrssicheren Zustandes. Ein Check auf arbeitssicheren Zustand findet bei den amtlichen Prüfungen nicht statt. Deshalb ist es erforderlich, dass Fahrzeuge bei Bedarf, mindestens jedoch einmal jährlich, durch einen Sachkundigen/eine befähigte Person zusätzlich auf ihren arbeitssicheren Zustand geprüft werden. Um die tatsächlich erforderlichen Prüffristen festlegen zu können, sind folgende Faktoren zu berücksichtigen:
• Wie und wo wird das Fahrzeug eingesetzt?
• Wie gehen die Mitarbeiter mit dem Fahrzeug um?
• Wie häufig treten Mängel und Beschädigungen auf?

Meldepflichtige Unfälle

Ein Arbeits– oder Wegeunfall ist meldepflichtig, wenn ein Ausfall von mehr als drei Arbeitstagen vorliegt. Die Unfallmeldung ist an die zuständige Berufsgenossenschaft und bei schweren Unfällen oder Tod an die zuständige Bezirksregierung Dezernat 56 Arbeitsschutz zu übermitteln.
Vergessen wird oft die Fachkraft für Arbeitssicherheit, die in jedem Fall zu beteiligen ist. Sie muss die Unfallmeldung auswerten und gegebenenfalls Maßnahmen zur Vermeidung solcher Unfälle vorschlagen.

Gedanken zum Umweltschutz

Gedanken zum Umweltschutz

Auszug aus der Einleitung zur DIN EN ISO 14001:2009-11
„Organisationen aller Art sind zunehmend damit befasst, eine solide Umweltleistung zu erzielen und unter Beweis zu stellen, indem sie die Auswirkungen ihrer Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen auf die Umwelt in Übereinstimmung mit ihrer Umweltpolitik und ihren –zielen ermitteln und bewerten. Dies geschieht angesichts einer zunehmend strengeren Gesetzgebung, der Entwicklung wirtschaftspolitischer und anderer Maßnahmen zur Förderung des Umweltschutzes und einer steigenden Anteilnahme interessierter Kreise an Umweltfragen und einer nachhaltigen Entwicklung.

Vorteile eines Umweltmanagementsystems

– Rechtssicherheit in Umweltfragen
– Reduzierte Kosten
– Wettbewerbsvorteile
– Transparenz
– Verringerung der Umweltbelastung
– Verbesserte Organisation
– Besseres Image
– Risikomanagement
– International anerkannt

„Tätigkeiten, Produkte oder Dienstleistungen einer Organisation, die in Wechselwirkung mit der Umwelt treten können.“

– Direkte Aspekte
o Emissionen in die Luft
o Einleitung in Gewässer
o Verunreinigung von Böden
o Bodenkontamination
o Verbrauch von Rohstoffen und natürlichen Ressourcen
o Freisetzung von Energie (z.B. in Form von Wärme, Strahlung, Schwingungen)
o Abfall und Nebenprodukte
o Physikalische Merkmale ( z. B. Größe, Form, Farbe, Aussehen)

– Indirekte Aspekte
o Produktbezogene Auswirkungen
o Kapitalinvestition
o Neue Märkte
o Auswahl und Zusammensetzung von Dienstleistungen
o Verwaltungs- und Planungsentscheidungen
o Zusammensetzung des Produktangebots
o Umweltleistungen und Umweltverhalten von Unter- Auftragnehmern und Lieferanten

Rechtliche Anforderungen
– Umweltrecht
o Umwelthaftungsrecht
o Umweltstrafrecht
– Umweltschadensgesetz
– Bundes- Immissionsschutzgesetz (BImSchG)
– Richtlinie zur Überwachung von Industrieanlagen
– Störfallverordnung (12. BImSchV)
– Seveso RL III
– VOC-Verordnung 831. BImSchV)
– Abfallwirtschaft
o Kreislaufwirtschaftsgesetz
– Wasserhaushaltsgesetz
– VAwS Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen
– Betriebssicherheitsverordnung
– Gefahrstoffrecht
– Technische Regelwerke
– Baurecht

Empfehlung
– Nehmen Sie das Thema als Tagesordnungspunkt mit in Ihre nächste Arbeitsschutz Ausschusssitzung (ASA)
– Besprechen Sie das Thema in Ihrer nächsten Teamsitzung
– Sprechen Sie Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit an

Managementsysteme und Schnittstellen

Managementsysteme und Schnittstellen
Wer heute ein Qualitätsmanagement System (QMS) nach DIN EN ISO 9001 einführt, ist gut beraten, zu überlegen, ob es sinnvoll ist, ein integriertes Management System einzuführen.
Der Arbeits- und Gesundheitsschutz wird aktuell immer wichtiger, ein Arbeitsschutz Management System (AMS) ermöglicht, integriert im QMS wesentliche Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz zu betrachten, zu kontrollieren und zu verbessern.
Ein AMS kann auf der Grundlage der Vorgaben des „Nationalen Leitfaden“ durch die Berufsgenossenschaften implementiert und zertifiziert werden.
In einigen Branchen verlangt man jedoch einen internationalen Standard, nach OHSAS 18001 oder nach SCC.
Ebenso wichtig ist heute ein Umweltschutz Management System (UMS) nach DIN EN ISO 14001.
Jedes System kann für sich betrachtet implementiert, zertifiziert und angewendet werden.
Es empfiehlt sich aber, diese Systeme als ein „Integriertes Management System“ einzuführen, zu zertifizieren und anzuwenden.
Die Schnittstellen zu den einzelnen Systemen sind fließend, langfristig werden Forderungen von Auftraggebern sinnvoll umgesetzt und ersparen dem Unternehmer ein arbeitsintensives nacharbeiten.
Die Fachkraft für Arbeitssicherheit als Arbeitsschutz Manager mit Ausbildung in QMS, AMS und UMS kann Ihnen da weiterhelfen.
Natürlich gibt es für größere Unternehmen noch den Part des Personal Management Systems.
Hier gibt es ebenfalls Schnittstellen, die eine integrative Entwicklung erleichtern und sinnvoll machen.

Gitterbox als Arbeitsbühne Nein!

DIE BGV D27 GIBT IM § 26 VOR:
Einsatz von Flurförderzeugen mit Arbeitsbühnen
(1) Der Unternehmer hat, sofern Versicherte mit der Hubeinrichtung von Flurförderzeugen zu Arbeiten an hochgelegenen Stellen auf- oder abwärts fahren sollen, Flurförderzeuge mit ausreichender Tragfähigkeit und einer Arbeitsbühne zur Verfügung zu stellen, bei der die Versicherten gegen Absturz sowie gegen Quetsch- und Schergefahren durch die Hubeinrichtung geschützt sind.

Fünf Kriterien entscheiden über die Anzahl der Sicherheitsbeauftragten

Wie viele Sicherheitsbeauftragte braucht ein Unternehmen? Früher reichte ein gründlicher Blick auf die Liste mit den Vorgaben der Berufsgenossenschaft, um diese Frage zu beantworten. Heute entscheidet der Unternehmer nach inhaltlichen Gesichtspunkten.
Auf der Grundlage der seit dem 01.10.2014 in Kraft gesetzten DGUV Vorschrift 1 sind in Betrieben mit mehr als 20 Mitarbeitern Sicherheitsbeauftragte zu bestellen. Wie viele es sein müssen, prüft der Unternehmer nach fünf verbindlich festgelegten Kriterien:
• Unfall- und Gesundheitsgefahren im Unternehmen , zu ermitteln anhand der Gefährdungsbeurteilung.
• Räumliche Nähe zu den Beschäftigten, der Sicherheitsbeauftragte ist Kollege unter Kollegen.
• Zeitliche Nähe zu den Beschäftigten, der Sicherheitsbeauftrage soll präsent sein.
• Fachliche Nähe zu den Beschäftigten, die Sicherheitsbeauftragten sollen viel Berufserfahrung und hohe Fachkompetenz haben.
• Zahl der Beschäftigten, der Sicherheitsbeauftragte sollte im Normalfall wissen, wen er vor sich hat und seine Kolleginnen und Kollegen persönlich kennen. Welche Anzahl angemessen ist, folgt aus der Bewertung vor Ort.

Auszug aus Sicherheitsprofi der BG Verkehr

Tonerstaub ist harmlos?!

Drucker und Kopierer emittieren Stoffe: nicht nur Tonerstaub, auch Ozon und Lösemittel. Kein Wunder, dass seit einigen Jahren immer wieder über Gesundheitsbeschwerden beim Umgang mit Laserdruckern berichtet wird. Jetzt wurden unter kontrollierten Bedingungen Untersuchungen mit freiwilligen Versuchspersonen durchgeführt.
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) Berlin und die Poliklinik der Ludwig- Maximilians-Universität haben eine Studie durchgeführt.
Die Ergebnisse dieser Studie sind aus klinischer Sicht nicht als besorgniserregend einzustufen.
Die BAM rät aber zu Vorsichtsmaßnahmen:
Stellen Sie die Drucker und Kopierer so auf, dass der Ventilator nie direkt in die Richtung des Mitarbeiters arbeitet.
Niemand sollte in der Nähe des Druckers sitzen. Ein Mindestabstand von etwa 2 m ist sinnvoll.
Betreiben Sie Kopierer und Drucker möglichst hinter einer Trennwand oder in einem separaten Raum.

Quelle: gefahrstoffe aktuell 08/ 2014

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Mehr wissen!

Sicherungsmaßnahmen gegen Absturz sind in folgenden Fällen erforderlich:
• ab 0 Meter, wenn der Arbeitsplatz am oder über dem Wasser oder anderen Stoffen, in denen man versinken kann liegt, etwa einem Silo.
• ab 1 Meter, wenn der Arbeitsplatz an freiliegenden Treppenläufen oder Treppenabsätzen liegt. Hierbei wird ein dreiteiliger Seitenschutz erforderlich. Das gilt auch für Maschinenhäuser und Führerstände.
• ab 2 Meter rund um Gerüste. Hier muss systematisch ein Seitenschutz montiert ein.
• ab 3 Meter , beispielweise bei Dacharbeiten.
• ab 5 Meter, dieser Wert gilt z. B. bei Mauerarbeiten oder Arbeiten an Fenstern.
Quelle: Arbeit und Gesundheit 05 06 2014
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Das duale Arbeitsschutzsystem

Das duale Arbeitsschutzsystem
Für die Bundesrepublik Deutschland ist das duale System des Arbeits- und Gesundheitsschutzes typisch: Der Arbeitsschutz wird einerseits durch den Staat und andererseits durch die hoheitliche Tätigkeit der Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung gestaltet:
Staatlicher Arbeitsschutz
Die Gesetzgebung im Bereich des Arbeitsschutzes und die Überwachung ihrer Einhaltung sind eine Aufgabe des Staates (§ 21 des Arbeitsschutzgesetzes). Gesetze regeln die grundlegenden Anforderungen allgemein. Die konkrete Untersetzung erfolgt durch Verordnungen, Durchführungsverordnungen, Verwaltungsvorschriften und Erlasse der Ministerien.
Berufsgenossenschaften
sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung im Geltungsbereich der Gewerbeordnung. Sie sind ermächtigt, Unfallverhütungsvorschriften als autonome Rechtsvorschriften sowie erforderlichenfalls konkretisierende Durchführungsanweisungen zu erlassen und deren Befolgung zu kontrollieren.
Sie sind branchenorientiert gegliedert, unterhalten eine zentrale Dokumentation der Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie eigene Forschungsinstitute und Kliniken.
Als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung nehmen Berufsgenossenschaften gegenüber den Unternehmen ebenfalls eine Aufsichtsfunktion wahr, insbesondere bezüglich Einhaltung der von ihnen erlassenen Unfallverhütungsvorschriften.

Getränkeflaschen können sie bis zu 50.000 € kosten

So steht es in der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV): „ Gefahrstoffe dürfen nicht in solchen Behältern aufbewahrt oder gelagert werden, durch deren Form oder Bezeichnung der Inhalt mit Lebensmitteln verwechselt werden kann.“ Dennoch kommt es pro Jahr zu mehr als 1.000 Vergiftungsfällen, weil Ahnungslose umgefüllte Reinigungsmittel aus Lebensmittelverpackungen trinken.
Quelle: gefahrstoffe aktuell05/2014

Ist Ihre Sicherheitskennzeichnung auf dem neuesten Stand?

Vor einem Jahr wurden die Regeln für die Sicherheits– und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz angepasst. Wurde in Ihrem Betrieb bereits geprüft, ob und welche Kennzeichen ergänzt oder ausgetauscht werden müssen?
Können Gefährdungen der Sicherheit und Gesundheit Ihrer Mitarbeiter nicht durch technische oder organisatorische Maßnahmen vermieden oder ausreichend begrenzt werden, sind Sicherheits– und Gesundheitsschutzkennzeichnungen erforderlich. Im Rahmen der Aktualisierung der Arbeitsschutzregel (ASR) A1.3 „Sicherheits– und Gesundheitsschutzkennzeichnung“ wurden die Zeichen an europäische Standards angepasst. Mit nur 10 Fragen können Sie klären, ob Ihre Sicherheitskennzeichnung den aktuellen Vorschriften entspricht:
Werden Gefährdungsbeurteilungen durchgeführt, um festzulegen, wo welche Kennzeichnung erforderlich ist?
Entsprechen die verwendeten Kennzeichen der ASR A1.3?
Ist die regelmäßige Unterweisung aller Mitarbeiter über die Bedeutung der Sicherheits– und Gesundheitskennzeichnung sichergestellt?
Wird regelmäßig geprüft, ob die Sicherheits– und Gesundheitskennzeichnung auf dem neuesten Stand, intakt und gut erkennbar ist? Ein Turnus von 2 Jahren hat sich bewährt.
Ist betriebsintern geregelt, welche bzw. wie viele Kennzeichnungen an einer Stelle maximal sinnvoll sind?
Wurden nicht mehr gültige oder unzweckmäßige Kennzeichnungen entfernt?
Sind die Standorte von Feuerlöscheinrichtungen gekennzeichnet?
Sind die Aufbewahrungsorte für das Erste Hilfe Material und anderen Erste Hilfe Einrichtungen eindeutig gekennzeichnet?
Sind Rettungswege und Notausgänge eindeutig, klar und auch im Dunkeln sichtbar (nachleuchtend) gekennzeichnet?
Werden Risiken an unübersichtlichen Stellen der innerbetrieblichen Verkehrswege und an sonstigen Gefahrenstellen durch Sicherheitszeichen angezeigt?
Quelle: gefahrstoffe aktuell03/2014
FÜR WEITERE INFORMATIONEN:
Fragen Sie Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit

Aus dem Alltag einer Fachkraft für Arbeitssicherheit

2014 die ersten 13 Wochen
Ein Kunde plant die Verlegung seines Betriebes in einen größeren Gebäudekomplex. Eine Begehung vor dem Umzug ist fällig, ich besichtige das Gebäude, lasse mir die Pläne zeigen und erfahre, welche Vorstellungen mein Kunde hat. Im Begehungsbericht beschreibe ich, welche Änderungen notwendig sind, was vor der Übernahme des Gebäudekomplexes zu beachten ist.
Mein langjähriger Kunde bittet mich, eine Unterweisung seiner Mitarbeiter zum Thema „Gefahrstoffe und Gefahrgutlagerung“ durchzuführen. Nach einer PowerPoint Präsentation, in der ich die bisherigen und die künftigen Piktogramme gegenüber stelle, und ihre Bedeutung erläutere. Anschließend besprechen wir die im Betrieb verwendeten Gefahrstoffe an Hand der Betriebsanweisungen und überlegen, ob wir die richtige PSA verwenden und die Gefahrstoffe richtig gelagert werden.
Für einen neuen Kunden führe ich eine Erstbegehung seiner Schnell Restaurants durch. Neben dem Begehungsbericht erstelle ich einen Aushang mit wichtigen Rufnummern und dokumentiere die Ergebnisse der gemeinsam durchgeführten Gefährdungsbeurteilung. Außerdem erstelle ich Betriebsanweisungen nach der Gefahrstoffverordnung und für die Maschinen bzw. technischen Einrichtungen.
Gemäß § 10 Arbeitsschutz Gesetz (ArbSchG) und den Technische Regeln für den Arbeitsschutz (ASR A) 2.2 hat der Unternehmer Brandschutz- und Evakuierungshelfer auszubilden und zu beauftragen. Ein Kunde bittet mich, diese Schulung durchzuführen. Nach einer kurzen PowerPoint Präsentation, ich zeige auf, warum und wie Brände entstehen, gebe Hinweise auf die Gefahren und das richtige Verhalten, erkläre, was die Brandschutz- und Evakuierungshelfer für Aufgaben haben und mache die Mitarbeiter mit den entsprechenden Sicherheits- und Gesundheitskennzeichnungen gemäß ASR A 1.3 vertraut. Anschließend begehe ich mit den angehenden Brandschutz- und Evakuierungshelfern den gesamten Betrieb, wir lernen das Flucht- und Rettungsweg System kennen und üben in der Praxis, wie man einen Feuerlöscher bedient und ein Feuer löscht.
Ein intensives Gespräch mit meinem Kunden zu der bevorstehenden Wiederbegutachtung seines Arbeitsschutz Management Systems durch die Berufsgenossenschaft (BGHM) zeigt auf, dass noch Handlungsbedarf besteht. Einige Unterweisungen, z. B. zur Benutzung von Leitern und Tritten und zu Benutzung von Persönlicher Schutz Ausstattung (PSA) Absturz müssen noch nachgeholt und in den jährlichen Unterweisungsplan aufgenommen werden. Offene Prüfungen von RWA und Hochdruckreinigern müssen initiiert werden.
Für einen weiteren Kunden führe ich eine Begehung auf einer Baustelle mit anschließender Berichtserstellung durch und im Anschluss prüfe ich in seinem Betrieb die ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel gemäß Vorgabe der BGV A3. Selbstverständlich erhält mein Kunde eine vollständige Dokumentation.
Eine ganztägige Dienstreise Begehung und Gespräche, unter anderem zum Thema Datenschutz in Apotheken nimmt mich sehr in Anspruch. Die anschließenden Begehungs- und Besprechungsprotokolle müssen geschrieben werden.
Ein ausgiebiger Büro Tag mit der Erstellung von Erhebungsunterlagen für mehrere Rehakliniken die ich für einen Kooperationspartner betreue, schafft etwas Ruhe und Abwechslung.
Die Begehung eines Teilbereiches in einem Großunternehmen für einen Kunden mit besonderen Aufgaben als Arbeitnehmer Verleiher zeigt eine Problematik auf, die nicht einfach zu bewältigen ist. Kriterien nach SCC sind umzusetzen, der Unternehmer erkennt die Grenzen seiner Möglichkeit.
Im Rahmen der Kooperation mit einem Partner nehme ich an einer Besprechung der Datenschutz Beauftragten teil.
Die Arbeitsschutz Ausschuss Sitzung (ASA) läuft erfreulicherweise ohne Probleme ab, Unterweisungs- und Begehungstermine werden festgelegt.
Bei der Begehung eines Produktionsunternehmens für Landwirtschaftliche Maschinen, auch hier werden Leiharbeitnehmer eingesetzt, lerne ich neue Arbeitsprozesse kennen, die ich bewerten und beurteilen muss.
Bei einem weiteren Kunden führe ich nach der ASA Sitzung eine Unterweisung der Mitarbeiter in der Bedienung und Handhabung eines kraftbetriebenen Flurfördermittels (Ameise) durch. Es folgt eine Begehung in der Großküche und deren Spüleinrichtung. Hier wird deutlich, dass ein erheblicher Handlungsbedarf besteht.
Das Thema Umweltschutz ist für mich zwar nicht mein vorrangiges Arbeitsgebiet, aber es ist aus dem Arbeitsschutz auch nicht wegzustreichen. Ein Seminar beim TÜV Rheinland bindet mich für drei volle Tage, eine gute Erweiterung meines Allgemeinwissens, verbunden mit Wissen und Kenntnissen, die bei einigen meiner Kunden sehr hilfreich sein werden.
Ein langer Samstag steht an, ASA Sitzung, für die Vorbereitung eines Antrages auf Betriebserweiterung sind weitere Gefährdungsbeurteilungen erforderlich. Eine Begehung vor Ort, sowie die Erörterung der Abläufe sind zu terminieren. Anschließend führe ich Unterweisungen für 50 Mitarbeiter zu verschiedenen Themen durch. Für die Gefährdungsbeurteilung zeigt sich, dass die Teilnahme am Seminar Umweltschutz sehr hilfreich war.
Die Brandschutzbegehung in einer Rehaklinik zeigt Handlungsbedarf, in der anschließenden ASA Sitzung wird die Schulung der Brandschutz- und Evakuierungshelfer terminiert.
Ich besuche zwei mögliche Neukunden und führe neben dem Erst Gespräch eine erste kurze Begehung durch.
Mein Kunde muss ein Arbeitsschutz Management System der Chemischen Industrie SQAS implementieren, es folgen lange Gespräche mit Folgeaufgaben im Bereich Schulung, Unterweisung, Erstellung von Betriebsanweisungen und Ergänzung von Gefährdungsbeurteilungen.
Ein internes Audit zur Vorbereitung der Wiederbegutachtung durch die BGHM ergibt, wir sind auf dem richtigen Weg, aber es besteht weiterhin Handlungsbedarf.
Begehungen zur Arbeitssicherheit in Verkaufsstätten werden die in den nächsten Wochen im Focus stehen:
– Die Thematik PSA Absturz bei Arbeiten auf Flachdächern und der Benutzung von Hubsteigern ist eines der Wichtigsten. So muss ich mehrmals an unterschiedlichen Standorten eine Dachbegehung durchführen.
– Ein Marder in der Zwischendecke eines Verwaltungsbereiches löst eine Flut von Informationen aus, nachdem ich verschiedene Netzwerke um Unterstützung gebeten hatte. Alle Informationen lassen sich gut zusammenfassen und ich kann meinem Kunden eine fundierte Empfehlung geben.
– Die Betriebsärztliche Betreuung in Verbindung mit der aktuellen Arbeitsmedizinischen Vorsorge Verordnung (ArbMedVV) ist eines der Themen, die für meine Kunden von Interesse sind. Die Vorgaben haben sich teilweise verändert, insbesondere die Persönlichkeitsrechte der Probanden sind besonders sensibel zu betrachten und zu beachten.
Die fertiggestellten Gefährdungsbeurteilungen für die Antragstellung Betriebserweiterung erfordern ein weiteres Gespräch Vorort und einige Entscheidungen des Unternehmers. Weitere Unterweisungen zum Thema Lärm und Vibration, sowie Bewegen und Handhaben von Lasten werden erforderlich. Im Anschluss an die Besprechung ermittle ich den Lärmexpositionspegel am Arbeitsplatz.
Das Thema Organisatorischer Brandschutz in Verkaufsstätten und die Auswirkungen der ASR A 2.2 sind ein Thema, dass der intensiven Betrachtung bedarf. Hier sprechen wir über Kosten im Bereich von 10 – 15 Tausend Euro für eine Verkaufsstätte. Neben der Erneuerung aller Piktogramme sind auch alle Flucht- und Rettungsschilder zu erneuern. Ich empfehle eine Unterweisung der Mitarbeiter und Mieter zu der Situation der sogenannten Mischbeschilderung, die sich in der Übergangs- und Umsetzungsphase nicht verhindern lässt.
Im Rahmen einer ASA Sitzung wird folgendes Problem zur Chefsache: Ein Mitarbeiter hat bei einer Eignungsuntersuchung die ärztliche Untersuchung verweigert (rechtlich einwandfrei). in der ASA Sitzung muss ich Rat geben, was machen wir mit dem Mitarbeiter? Es wird herausgearbeitet, dass der Mitarbeiter nur bei ca. 5 % seiner Tätigkeit diese Untersuchung benötigt. Ich empfehle, den Mitarbeiter zunächst nur von diesen Tätigkeiten zu entbinden und ein persönliches Gespräch zu führen. Vielleicht ist es nur ein Vertrauensproblem zwischen Betriebsarzt und Proband. Möglich sind natürlich auch Informationslücken, Familiäre oder persönliche Gründe.
Zwei weitere Erstbegehungen bei potenziellen Neukunden stehen an. Im Anschluss erstelle ich zwei Angebote.
Viele telefonische Gespräche mit Beratungsintensität, Terminabsprachen und Absprachen zu weiterem Vorgehen binden mich an den Schreibtisch. Recherchen im Internet, Nachschlagen in Fachbüchern und Fachinformationen sind alltäglich.
Die nächste Kundeninformation (in Form eines Flyers für alle Kunden) ist bereits in der Denkphase.
Das nächste Seminar „Ladungssicherung“ bei der BGV T steht an, in den nächsten drei Tagen werde ich mich zu diesem Thema auf den aktuellen Stand bringen lassen.
Die ASA Sitzung in einer großen Verwaltung mit anschließender Begehung steht ebenso an, wie die Erstbegehung bei einem Neukunden.

Aktuelle Information zum Arbeitsschutz Gesetz (ArbSchG)

Arbeitsschutz Gesetz (ArbSchG)
§ 5 Beurteilung der Arbeitsbedingungen
(1) Der Arbeitgeber hat durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind.
(2) Der Arbeitgeber hat die Beurteilung je nach Art der Tätigkeiten vorzunehmen. Bei gleichartigen Arbeitsbedingungen ist die Beurteilung eines Arbeitsplatzes oder einer Tätigkeit ausreichend.
(3) Eine Gefährdung kann sich insbesondere ergeben durch:
1. die Gestaltung und die Einrichtung der Arbeitsstätte und des Arbeitsplatzes,
2. physikalische, chemische und biologische Einwirkungen,
3. die Gestaltung, die Auswahl und den Einsatz von Arbeitsmitteln, insbesondere von Arbeitsstoffen, Maschinen, Geräten und Anlagen sowie den Umgang damit,
4. die Gestaltung von Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufen und Arbeitszeit und deren Zusammenwirken,
5. unzureichende Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten,
6. psychische Belastungen bei der Arbeit.

Aktuelle Information zur ArbMedVV

Arbeitsmedizinische Vorsorge Verordnung (ArbMedVV)
Die ArbMedVV wurde im Oktober 2013 nachgebessert. Wichtig für Sie sind folgende Änderungen:
Pflichtvorsorge: Vorsorge, die der Arbeitgeber bei bestimmten besonders gefährdenden Tätigkeiten zu veranlassen hat. Sie erfolgt vor Aufnahme der Tätigkeiten und anschließend in regelmäßigen Abständen. Die Teilnahme ist Voraussetzung für die Ausübung der Tätigkeit.
Angebotsvorsorge: Vorsorge, die der Arbeitgeber bei bestimmten gefährdenden Tätigkeiten anzubieten hat. Sie muss vor Aufnahme der Tätigkeiten und danach in regelmäßigen abständen angeboten werden.
Wunschvorsorge: Vorsorge, die der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern nach dem Arbeitsschutzgesetz zu ermöglichen hat. Die Möglichkeit der Wunschvorsorge entfällt, wenn nach dem Ergebnis der Gefährdungbeurteilung nicht mit einem Gesundheitsschaden zu rechnen ist.
Vorsorgebescheinigung: Bislang erhielt der Arbeitgeber im Fall einer Pflichtuntersuchung eine Kopie der Bescheinigung, aus der hervorging, ob und inwieweit bei Ausübung einer bestimmten Tätigkeit gesundheitliche Bedenken bestehen.
Künftig erhalten der untersuchte Mitarbeiter und der Arbeitgeber eine Vorsorgebescheinigung. Sie enthält Angaben darüber, wann und aus welchem Anlass ein arbeitsmedizinischer Vorsorgetermin stattgefunden hat. Zudem enthält die Vorsorgebescheinigung die Angabe, wann eine weitere arbeitsmedizinische Vorsorge aus ärztlicher Sicht angezeigt ist.
Auszug aus gefahrstoffe aktuell 02/2014

Gruß zum Neuen Jahr

Das Jahr 2014 hat begonnen
Möge es Ihnen allen den gewünschten Erfolg bringen und möglichst gesunde und unversehrte Mitarbeiter erhalten. Aber Prävention ist auch jetzt das oberste Gebot, um dieses Ziel zu erreichen.
Deshalb möchte ich Sie auch in diesem Jahr über aktuelle Änderungen im Vorschriften- und Verordnungsdschungel sowie notwendiger Maßnahmen informieren.
In der Hoffnung auf eine auch künftige gute Zusammenarbeit verbleibe ich Ihr
Helmut Kästingschäfer