Ein schöner Sonntag


Ein schöner Sonntag, Tag 1 der Uhrzeitumstellung auf Sommerzeit.
Wir feiern heute meinen 65. Geburtstag, da wir 20 Gäste erwarteten, sind wir schon um 08:00 Uhr aufgestanden. Ich eröffne die Freiluftduschsaison und gehe anschließend mit Balou, unserem Hundegast eine Runde durch die frische Morgenluft.
Es ist noch frisch, aber wunderschön, die Rehe äsen auf dem Feld. Der Morgennebel ist schon fast verschwunden, ein schöner Anblick auf die Skyline von Dortmund.
Die Vögel um uns herum singen und trällern, es ist einfach herrlich.
Nach dem Frühstück geht es los, Tische, Bänke und Stühle aufstellen, Sitzpolster und Tischdecken verteilen.
Während Usch in der Küche wirbelt, hole ich meine Mutter, sie ist 88 und freut sich riesig, mit uns zu feiern.
Als wir zurückkommen, sind die ersten Gäste schon da, mein Sohn Dirk mit Frau Mel und den beiden Jungs, Florian und Simon.
Bald darauf kommen Kai, Nicki und Maxine, sie bringen die Zapfanlage und das Bier mit.
Mein Sohn Jens und Frau Verena mit Töchterchen Greta folgen nach.
Nachdem noch weitere Freunde und Nachbarn sich einfinden, läuft die Party an.
Kai erklärt sich bereit, uns am Grill zu versorgen, er macht es super.
Wir haben viel Freude, die Stimmung ist gut. Bine hat auch ihren Hund mitgebracht, die beiden Hunde tollen herum, plötzlich Geschrei, der Hund von Bine ist in den noch kalten Pool gefallen.
Dann folgt Beifall, mutig Peter springt in das kalte Wasser und holt Elli wieder heraus.
Die Party geht locker und fröhlich, rechtzeitig zum Fußballspiel 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund zu Ende.
Der BVB macht mir noch ein Geburtstagsgeschenk, mit 1:6 gewinnen unsere Dortmunder und stehen weiterhin stabil an der Tabellenspitze.
Es war einfach ein schöner Tag, danke an alle die mitgemacht haben.

Phänomen oder falsche Wintervorbereitung


Was ist hier passiert?
Natürlich haben wir die Filteranlage winterfest gemacht, alle Ventile ausgebaut, den Filter entwässert und nach den vielen Regenfällen das Wasser mit einer Tauchpumpe bis unterhalb der Skimmerkante abgepumpt. Nun ist die Oberfläche gefroren, eine feste Eisschicht ist vorhanden.
Schließlich waren die Temperaturen in den letzten Tagen bis minus 12 Grad Celsius.
Seit drei Tagen beobachten wir das Phänomen, dass sich im Bereich des Skimmers das Wasser bzw. das Eis an der Oberfläche irgendwie aufstaut. Auf dem Bild deutlich zu erkennen.
Eine Erklärung hierfür habe ich nicht.

Vogelperspektive

Der Turmdrehkran hatte es mir angetan.

Grüne Mitte Essen
Aus der Vogelperspektive

Wenn ich schon mal auf der Baustelle war, um eine Begehung durchzuführen, so wollte ich diese Begehung auch auf dem Turmdrehkran durchführen.
Die Sicherheit des Kranführers liegt mir natürlich genauso am Herzen, wie die Sicherheit der Bauarbeiter.
Also Helm auf und auf geht’s.
Bis zur Hälfte habe ich es geschafft, dann musste ich feststellen, dass ich doch nicht mehr ganz fit bin, die Luft geht mir aus und die Beine signalisieren mir Schwäche.
Also habe ich an meinen eigenen Wahlspruch gedacht: „Vorsicht ist keine Feigheit, Leichtsinn ist kein Mut“.
Eine kurze Verschnaufpause, ein paar Fotos gemacht und dann den Abstieg eingeleitet.

Grüne Mitte Vorgelperspektive

Bei wunderschönem Wetter und 13 Grad Celsius ein trotz Allem gelungener Ausflug.
Grüne Mitte in luftiger Höhe

Aber auch die Erkenntnis, dass die Vorsorgeuntersuchung G 41 für Arbeiten mit Absturzgefährdung wichtig ist, sie ist für Kranführer eine Pflichtuntersuchung, die der Betriebsarzt durchführt.

Die Fachkraft für Arbeitssicherheit vs. Der Sicherheitsmanager

Ein interessanter Bericht über die Veranstaltung „Quo vadis Sifa?“, die Mitte Oktober in der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund durchgeführt wurde.

„Die Fachkraft für Arbeitssicherheit wandelt sich zum Sicherheitsmanager“

In der Tat ist die Fachkraft für Arbeitssicherheit schon lange nicht mehr nur Berater im und für Unternehmen.

Die Begleitung bei der Integration des Arbeitsschutzes, Implementierung von Arbeitsschutz Systemen, Mitwirkung bei der Planung von Arbeitschutz relevanten Themen gehören schon lange zum Alltag der Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Hier sitze ich…..

Hier sitze ich...
Hier sitze ich…
Balou ist seit einigen Tagen bei uns zu Gast.
Er ist pflegeleicht und geht gerne mit uns spazieren, oder mit mir walken.
Komme ich nach Hause, gibt es ein Schauspiel, Balou schreit vor Freude, dreht sich zigmal im Kreis und weicht nicht eher von meiner Seite, bis ich ihn gekrault habe.
Aber wenn ich mich entspannt auf die Couch setzen will, gibt es erst einmal Platzgerangel. Balou liegt am liebsten auf seiner Decke, aber auf der Couch.
Da ich aber auf diesem Platz sitzen will, schiebe ich die Decke auf die andere Seite. Balou stubst mich dann erst einmal an und fiept. Als wenn er mir sagen will, hier sitze ich doch am liebsten.
Nach einigen Minuten rollt es sich neben mich auf seine Decke, wenn ich ihn dann kraule, schnurrt er zufrieden und schläft ein.
Nun steht dem Feierabend Bier nichts mehr im Wege.

Nachtrag zu Baustellenmisere DEW21 vs Speeck

Nach Kontaktaufnahmen mit DEW21 habe ich folgende Antwort mit Genehmigung zur Veröffentlichung erhalten:
😀
Die Baustelle Niederhofener Weg/Preinstraße ist in Absprache mit dem Tiefbauamt eingerichtet und gesichert worden.
Jedem einzelnen Hinweis von Anwohnern ist nachgegangen worden, die Baustelle ist sofort überprüft worden.
Zur Sachlage:
Ende März wurde eine Gashochdruckundichte festgestellt. Nach erfolgten Tiefbauarbeiten wurde festgestellt, dass eine Absperrarmatur undicht war und eine einfache Reparatur nicht ausreichte.
Im April und Mai wurden Suchschlitze errichtet, um den Zustand der Leitung im Verlauf des Niederhofener Kohlenwegs zu überprüfen. Das ergab, dass 30 Meter Leitung und das gesamte Schieberkreutz ausgewechselt werden mussten. Diese Arbeiten sind mittlerweile erfolgt.
Im August kam es zu Gashochdruckmaßnahmen, die einer höheren Priorität unterlagen.
Das zwischenzeitliche Ruhen der Baustelle Niederhofener Weg/Preinstraße steht in keinem Bezug zum eingeleiteten Insolvenzverfahren der Fa. Speeck.
😀
Wie auf dem Bild gut zu erkennen, tut sich etwas, die Baumaßnahme wird wohl in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören.

Baustellenmisere Dortmund DEW21 vs Speeck

Seit Monaten wundern wir Anwohner am Niederhofer Kohlenweg/ Preinstraße uns über eine brachliegende Baustelle.

Die Artikel vom Donnerstag, 08.09.2011 „Schwere Vorwürfe gegen DEW21“ und vom Samstag, 10.09.2011 „Speeck- Insolvenz“ in den Ruhrnachrichten haben uns sehr nachdenklich gestimmt.

Die Baustelle ist mit Absperrmaterial der Firma Speeck gesichert.

Nun muss man wohl davon ausgehen, dass der Streit der DEW21 mit der Firma Speeck uns noch über Monate eine Baustellenbrache beschert.

Ich denke, hier ist die DEW21 in der Pflicht, die Baugrube schließen zu lassen.

Die Kreuzungsbehinderung ist nicht unerheblich und man sollte hier nicht auf den Winter und damit verbundenen zusätzlichen Gefahren warten.

Phoenixsee Dortmund

Aus einem riesigen Stahlwerkskomplex ist ein See entstanden, der nicht nur Freizeitwert hat, sondern auch ein neues Zuhause für Häuslebauer wird.

Es ist schön, während eines Spazierganges oder einer Seerundfahrt mit dem Fahrrad, zu beobachten, wie immer neue Baustellen entstehen.

Das tut der Bauwirtschaft gut und aus einer schnöden Industriebrache entsteht neuer Wohraum.

Es fasziniert mich, wenn ich bei meinen Besuchen am See die Menschen beobachten und die Landschaft genießen kann.

Breite Wege für den Wanderer neben breiten Wegen für den Radfahrer oder Skatbordfahrer.

Grünbereiche mit Ruhebänken, Inseln im See an denen man schon Enten und Vögel beobachten kann.

Der künstlich angelegte Kaiserberg mit schönen Wanderwegen und Treppen, bieten eine wunderbare Aussicht in Richtung Hörde, Hörder Burg, Berghofen und Schüren.

Eine echte Bereicherung.

Der Radfahrer, ein Ärgernis für Autofahrer!?

Heute bin ich mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, natürlich mit Helm!

Wie es sich gehört, fahre ich, da wo kein Radweg vorhanden ist, auf der Straße.

Da am rechten Straßenrand Parkflächen ausgewiesen sind, teiweise standen auch Autos dort, fahre ich auf der rechten Fahrbahn.

Hinter mir plötzlich lautes Hupen und ein gestikulierender Beifahrer, der mir durch Handzeichen klar machen will, dass ich auf dem Gehweh fahren soll.

Nachdem ich meinen Ärger herunter geschluckt hatte, habe ich in der Straßenverkehrsordnung (STVO) nachgeschaut.

Und siehe da, ich hatte Recht:

Fahrräder sind Fahrzeuge. Sie gehören demzufolge auf die Fahrbahn (§ 2 StVO. Fußwege sind tabu, es sei denn, sie sind durch das Zusatzschild „Radfahrer frei“ freigegeben. In dem Fall gilt jedoch Schrittgeschwindigkeit und besondere Vor- und Rücksicht gegenüber Fußgängern. Wenn nötig, muss der Radfahrer absteigen.

Kinder müssen bis zu ihrem achten Geburtstag auf dem Gehweg fahren. Auf Fußgänger ist natürlich Rücksicht zu nehmen. Beim Überqueren einer Fahrbahn, also an jeder Kreuzung und jeder Einmündung, müssen Kinder absteigen und schieben.

Bis zu ihrem zehnten Geburtstag haben sie die Wahl zwischen Gehweg einerseits und Fahrbahn bzw. Radweg andererseits. Ab dem zehnten Geburtstag gelten für Kinder die gleichen Regeln wie für Erwachsene. Das ergibt sich aus § 2 Abs. 5 der StVO.

Dortmunds neue Rennstrecke!

Der Anwohnerwunsch nach einer 30- Zone auf dem Niederhofer Kohlenweg ging als „Schuss nach hinten“ los.

Mit der Sperrung der Wittbräuker Straße wurde der Niederhofer Kohlenweg auch noch zur Umleitungsstrecke.

Soweit so gut.

Die erheblich höhere Verkehrsdichte ist unabweisbar,
nicht aber die Raserei, insbesondere in den Morgen- und Abendstunden, und in der Nacht.

Dabei werden geschätzte Geschwindigkeiten im 3-stelligen Bereich erreicht.

Selbst gefährliche Überholmanöver durch Motorradfahrer sind zu beobachten.

Muss hier erst ein Mensch sterben?

Radarkontrollen mit Passbildvergabe wären nicht nur hilfreich sondern auch Kassenfüllend.

P.S. Dieser Beitrag ist auch im Leserforum der Ruhr Nachrichten www.ruhrnachrichten.de erschienen.

Leider hat man mich dort nach Höchsten eingeordnet, ich wohne aber in Wellinghofen, Gemarkung Wichlinghofen.

Walking im Wald

Eigentlich ist Walking für mich der Sport, eine Stunde in strammem Schritt, Kalorien verbrauchen und frische Luft tanken.
Inzwischen wird es sogar zum Erlebnis.

Es ist schön äsende Rehe zu sehen,
und Pferde unterschiedlichster Rassen auf der Koppel zu beobachten.

Auch die vielen Menschen, die mir begegnen:
Walker, Spaziergänger, Biker und die vielen Hundebesitzer, erfreuen mich auf ihre Weise.

Vor einigen Tagen habe ich einen Baum gesehen, mit einer besonderen Zeichnung.
Ich habe mich gefragt, ob das die Natur war oder ob da Jemand nachgeholfen hat.

Übrigens, auch das Dortmunder Panorama zeigt mir immer neue Ansichten, die ich leider noch nicht mit meinem Handy einfangen konnte.

Dortmund, meine Heimat

Mein neues Leben

Es fing alles damit an, dass ich Lust bekam, wieder Tanzen zu gehen. Aber ohne Tanzpartnerin, wie sollte das wohl gehen? Ein persönliches Gespräch in der Tanzschule Rimek in Dortmund- Hörde, führte zu einem ersten Erfolg. “Es gibt immer Frauen, die Tanzen möchten und keinen Partner haben, wir wollen mal sehen, was geht“ so Tanzlehrer Klaus Rimek. Nach einem nicht so erfolgreichen Start, erreichte mich Ende Juni 2009 der Anruf: „Hast Du noch Lust, wir hätten da Jemanden, die Dame möchte auch nur Tanzen.

Klar, hatte ich Lust und so trafen wir uns am 05.07.2009 in der Tanzschule und machten ein paar Tanzversuche. Schnell wurde klar, wir harmonisieren zusammen und meldeten uns zum ersten Kurs an. Es hat nur wenige Wochen gedauert, und wir mussten feststellen, dass die Zuneigung immer stärker wurde. Schon bald wurde daraus mehr und eine große gesundheitliche Herausforderung für meinen Schatz führte zur ersten Prüfung. Wir haben dann gemerkt, dass wir Beide unsere große Liebe gefunden hatten. Inzwischen Tanzen wir zwei Jahre und haben große Freude daran.

Zu Sylvester 2010 / 2011 haben wir dann entschieden, unseren Lebensabend gemeinsam zu beschließen. Eine neue Hüfte bei meinem Schatz hat dann diesen Vorgang beschleunigt und so wohnen wir seit Februar 2011 zusammen. Es ist einfach himmlisch, von der Terrasse in den Garten zu schauen und sich zu erfreuen. Gerade jetzt, im Sommer ist der Sprung in den Pool eine willkommene Abkühlung. Das stärkt Geist und Seele.

Pool Dortmund

Im Moment sitze ich auf der Bank im Schatten und lasse meinen Gedanken freien Lauf. Das Glück prägte mein neues Leben und mein Leben ist wieder lebenswert, dafür bin ich dankbar.

Übrigens, eine kleine Empfehlung:


Meine Heimat – Lieblingsorte in Nordrhein-Westfalen – Wir in Nordrhein-Westfalen – Unsere gesammelten Werke, Band 100

lieferbar, erschienen am 19.08.2009
160 Seiten, zahlr. farb. Abb., € 7,95
ISBN 978-3-8375-0218-3

Auf der Seite 33 findet man den Artikel „Westfalenpark, Dortmund – Kraft tanken im Blumenmeer“. Von mir! Darin habe ich einige Gedanken zu meiner „neuen Heimat Dortmund“ niedergeschrieben.

Arbeitsschutz-Management

Ein Kunde, der für große Industrieunternehmen als Dienstleister tätig ist, wurde aufgefordert, ein Arbeitsschutz Management System nachzuweisen.

Ausführliche Dokumentationen, Erstellen von Betriebsanweisungen, Prüfungen, Sensibilisierung der Mitarbeiter u. v. m. standen am Anfang.

Der Betrieb ist seit Januar 2011 durch die Berufsgenossenschaft zertifiziert, nun gilt es im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprogrammes den Status zu erhalten und zu verbessern.

Bis zum ersten Audit muss ein Handbuch bereit stehen, dass ähnlich einem Qualitätshandbuch aufgebaut ist.

Regelmäßige Mitarbeitergespräche sind durchzuführen und zu dokumentieren.

Die unterschiedlichen Arbeiten sind vor Ort zu besichtigen und als Gefährdungsbeurteilung zu dokumentieren.

Unfälle müssen ausgewertet werden und Unterweisungen aus besonderem Anlass folgen im Anschluss.

Prüfung von ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln, sowie Leitern und Tritten sind im jährlichen Rhythmus durchzuführen.

Regelmäßige Unterweisungen, auch für Führungskräfte sind ebenso zu organisieren, wie Ersthelferausbildungen und Fahrsicherheitstraining.

Dazu folgen Aktualisierungen von Dokumenten und das regelmäßige Management Review.

Fachwissen und Einfühlungsvermögen sind untrennbar miteinander verbunden.

Kommunikation und Kooperation mit den Führungskräften und dem Betriebsarzt sind Grundvoraussetzung.

Arbeitsschutz beim Kunden

Arbeitssicherheitsgesetz, Arbeitsschutzgesetz und weitere Unfallverhütungsvorschriften müssen dosiert und für den Laien verständlich dem Kunden näher gebracht werden.

Eine erste Begehung des gesamten Betriebsbereiches mit anschließender Berichtserstellung und Hinweisen zu notwendigen Maßnahmen folgten.

Die erste Arbeitsschutzausschusssitzung zeigte erheblichen Informationsbedarf für die Teilnehmer, unter anderem wird ein Unfall im Betrieb thematisiert.

Der Unfall zieht eine Besichtigung des Unfallortes und Gespräche mit der verunfallten Person nach sich.

Im Ergebnis habe ich eine Unfallauswertung und zwei ausführliche Gefährdungsbeurteilungen erstellt, mit Bildmaterial vom Arbeitsplatz und angrenzendem Bereich, dazu Hinweise zur künftigen Vermeidung solcher Unfälle.

Hierbei werden sowohl technische, als auch organisatorische Maßnahmen formuliert und Unterweisungen für die betroffenen Mitarbeiter vorbereitet.

Unfälle haben es in sich!

Als ich im letzten Herbst in einer Senioreneinrichtung Unterweisungen für Mitarbeiter durchführte, traf ich eine junge Frau, in Ihrem Gesicht waren Hautveränderungen sichtbar. Ich erinnerte mich hautnah an den Unfall, dessen Unfallanzeige mir per Fax auf den Schreibtisch flatterte.

Was war passiert?
Die junge Frau sollte in der hauseigenen Großküche großflächig den Steinfußboden mit einem Desinfektionsmittel einsprühen. Dabei spritzte ihr die Flüssigkeit ins Gesicht. Das Desinfektionsmittel war ätzend, es gab Hautverätzungen.

Warum kam es zu diesem Unfall?
Nach einem Gespräche mit dem Küchenleiter wurde klar, die Sprühpistole war defekt, Schutzausrüstung stand nicht bereit.

Unfallanalyse:
Der Unfall hätte der jungen Frau das Augenlicht kosten können, sie hatte keine Schutzbrille auf. Obwohl für jeden Gefahrstoff ein Sicherheitsdatenblatt und für jeden Mitarbeiter sichtbar eine Betriebsanweisung vorhanden sein muss, gab es beides nicht. Das Produkt war im Übrigen als „reizend“ gekennzeichnet. Somit wusste die junge Frau nicht, dass sie mit einem ätzenden Gefahrstoff hantierte.

In der Folge wusste sie natürlich auch nicht, dass sie neben einer Schutzbrille, auch Gummistiefel, Gummischürze und Gummihandschuhe hätte benutzen müssen. Die defekte Sprühpistole war leider dem Küchenleiter und auch dem zuständigen Außendienstmitarbeiter der Herstellerfirma bekannt. Nach einem Schriftverkehr mit dem Hersteller, wurde nicht nur die Sprühpistole kurzfristig ausgetauscht, ein aktualisiertes Sicherheitsdatenblatt zeigte, dass das Produkt „ätzend“ war.

Fazit:
Schon ein relativ ungefährliches Produkt kann bei unsachgemäßer Benutzung zu erheblichen gesundheitlichen Schäden führen.
Betriebsanweisungen müssen sichtbar vorhanden sein, Unterweisungen der Mitarbeiter sind unerlässlich. Vorgesetzte müssen persönliche Schutzausrüstung (PSA), wie Schutzbrille, Schutzhandschuhe, ggfs. Schutzschuhe (Stiefel) und Schutzschürze nicht nur bereitstellen, sie müssen auch deren Benutzung überwachen.

Mein persönliches Fazit:
Ich baue diesen Unfall in meine Unterweisungen zum Thema Gefahrstoffe ein, dabei gehe ich nicht nur aus die Gefahrstoffsymbole und deren Bedeutung ein, sondern auch auf den Aufbau einer Betriebsanweisung.
Jeder Mitarbeiter muss in der Lage sein, aus der Betriebsanweisung Gefahren, Schutzmaßnahmen und notwendige Erste Hilfe Maßnahmen zu erkennen.

Und ich gehe selbstverständlich auch auf die Arten der PSA ein.
Ein Beispiel hierzu ist die Brille als Sehhilfe – sie ist keine Schutzbrille!